Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 7 (12.3.1915)
- Date
- 1915-03-12
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student er nicht die Hälfte, und ihr Inhalt wurde auch nicht der Hälfte meiner Wünsche gerecht Und immer wieder sagte er mir, daß doch alles keinen Erfolg haben würde. Und trotzdem hatten wir Erfolg. Wir haben für 5673 etwa 1400 Schekel gesammelt ein Resultat das selbst ich nicht vermutet hatte. Ueherzeugt bin ich, daß wir wenigstens die doppelte Anzahl erreicht hätten, wenn ich die Arbeit von vornherein in die Hand genommen und ich einen Sekretär zur Verfügung gehabt hätte, der nur meine .Intentionen ausgeführt hätte. Um nun auf die Konferenz zurückzukommen, so weißt Du ia, daß sie ein voller Erfolg wurde. Es kamen mehr Delegierte von auswärts, als wir selbst in unseren kühnsten Träumen erwartet hauen. Daß ich dabei der Federacion erst ei^e feste Organisation geschaffen habe, ihr Statuten gegeben habe, einen Organisationsfond's gegründet habe etc., das ist Dir wohl aus unseren. Beichten erinnerlich. Es har'sich gezeigt, daß die Leute auf dem Camp im allgemeinen mehr Sinn für Organisation besitzen, als die in Buenos Aires. Aiie waren sich darin einig, die bisherige Umärgkeit des Görnitz Central aufs schärfste zu verurteilen. Nach der Konferenz schien a'ies wieder in Untätigkeit versinken zu wollen Briefe von Vereinen wurden nicht beantwortet, meine initiativen zur Organisierung der Arbeit wurden nicht ausgeführt etc. Wir sahen bald ein, daß ohne bezahlten Sekretär eine fruchtbringende Arbeit unmöglich wäre. Die Kämpfe, die die Anstehung desselben hervorrief, sind Dir bekannt, und führten sehlieddeb zum Austritt des Tifereth Ziom der mit Anstellung des Sekretars den letzten Rest der mit so viel Intrigen verteidigten Vormundschaft über das Comite Central dahinschwinden sah. DerSekreiär ist der oben erwähnteHerrGesang. Glücklicherweise schieden mit dem TifereihZion die gänzlich unfähigen Mitglieder desselben aus, die den N. F. und die Schkoüm verwaiieten, sodab ich auch diese Zweige jetzt mit anderen Leuten' besetzt habe, die zwar auch nicht vielfähiger sine, aber wenigstens arbeitswilliger, und die meinen initiativen ^bedingt gehorchen. Außerdem rühre ich die Neuorganisierung im: Mibe von Gesang auch in Giesen Zv»eigen ganz allein durch, vUr zählen jetzt 19 Vereine in unserer federacion, von denen wir mit 17 in regem Briefwechsel stehen. Diese 17 führen beiden Vereine konnten wir leider noch nicht richtig erwecken, Bis Schluß des neuen Jahres hoffe ich es bestimmt au: 30- Vereine nu bringen. Die N- F.-Eingänge vermehren sich dauernd; in Schekel notte ich auch Rekordziffern für Argentinien zu erreichen, sodaö ich glaube, die Erfolge meiner Arbeit am Ende des Jahres Euch in Ziffern beweisen zu können. Die anderen