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Der jüdische Student · 1914-11-01 · Heft 5 (1.11.1914) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
11 (1914-1915)
Issue
Heft 5 (1.11.1914)
Date
1914-11-01
Page
[Seite] (sequence 58)
Language
German
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Der Jüdische Student 143 Verbindung Judischer Studenten Ivria an der Universität Heidelberg Qegr. 21. Oktober 1911. — Farben: Gelb-blau~wäß Kneipe: Ingrimstr. 16. Briefablage: Cafe Hohenzollern. Reicher als in früheren Semestern ist die alte Rqperto-Carola in diesem Sommer besucht Qroße Anziehungskraft hat Heidelberg schon auf die ältesten Semester ausgeübt, und auch heute erschallt in herrlichen Liedern der Ruhm von „Alt Heidelberg" aus hunderten frischer Kehlen. Immer wieder zieht eine Schloßbeleuchtung gewaltige Menschenmengen aus Nah und Fern zu der Statte, an der sich fröhliche Burschenherrlichkeit mit eifrigem Studium so gut vereinen läßt. Kein Wunder also, wenn auch bei uns in der V.J. St ein Zug der Freude, „der Stimmung" durch das Semester weht Nicht im dumpfen Lokal, nicht in den engen Oassen spielt sich das Verbindungsleben ab, sondern draußen in der einzigartigen Umgebung, auf den Bergen und in den Wäldern, die die rauschenden Fluten des Neckars umsäumen. Nur selten sind wir gezwungen, uns auf unsere Kneipe zurückzuziehen, deren Gemütlichkeit uns jedoch bald über die traurige Miene des gewitterschwangeren Heidelberger Himmels hinwegtröstet. Fechten und Rudern, Wandern und Spiele auf den Neckarwiesen schaffen in unserer Corona einen innigen freundschaftlichen Zusammenhang und bieten jedem einzelnen reichlich Gelegenheit seinen Körper zu stählen. So wie der Sport auf der einen Seite, bildet der hebräische Sprachunterricht auf der andern einen Hauptpunkt unseres Arbeitsprogramms. Die von unseren Palästinafahrern mit Geschick und Energie geleiteten Kurse lassen gute Fortschritte erkennen. Sonst führen in gewohnter Weise Fuxenstunden unsere ersten und zweiten Semester in das studentische Leben wie insbesondere in die Aufgaben und Pflichten des V. J. St.-ers ein, Zeitungsreferate und Vorträge mit Diskussionen klären die Ansichten der Bundesbrüder über das jüdischpolitische Leben. Der C C, der sich zusammensetzt aus: Hugo Devries X Herrn. Cohn XX M. und Max Moritz XXX nützt die freien Stunden der Burschen und Füxe gut aus und läßt durch deren frohes, frisches Mitarbeiten selbst längst vergessen geglaubte Alte Herren sich fröhlich in unsere Reihen scharen, die doch noch einmal, wenn auch nur wenige Stunden, etwas von jenen herrlichen Studentenjahren durchkosten wollen, die jetzt schon lange einem harten Berufsleben gewichen sind. Personalit: Klauber bestand s*in med. Staats- und Doktorexamen mit gut und wurde A. H. — Es besuchten uns A. H. Münk aus Berlin und i. a. B. Pick aus Breslau, außerdem zahlreiche Bundes- ■brüder aus den Nachbarkorporationen. JuH Alfred Lewin * *

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