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Der jüdische Student · 1914-06-25 · Heft 3 (25.6.1914) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
11 (1914-1915)
Issue
Heft 3 (25.6.1914)
Date
1914-06-25
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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68 Der Jüdische Student Heideiberg. Wir eröffneten das Semester mit einer Korona von neun Burschen und drei Brandfüxen. Die Chargenwahl hatte folgendes Ergebnis: med. dent Hugo D e v r i e s X* F. W. iur. Herrmann Cohn XX» F. T. W. iur. Max Moritz XXX, S. W., K. W. Den wissenschaftlichen Unterricht geben Herzog und Franck; Komment unterrichtet der Fuxmajor« Für die jüdische Ausbildung ist in hinreichendem Maße gesorgt. Drey erteilt für Anfänger und Vorgerückte einen hebräischen Kurs, der wöchentüch zweimal in zwei Stunden stattfindet. Außerdem teilen sich Wallach und Drey in die Leitung eines Palästinakurses, Bisher stiegen folgende Vorträge: A. H. h. c. Dr. Moses: lieber die Rassenf rage. A. ff. Dr. Klauber: Degeneration und Regeneration der Juden. (Eine rassenhygienische Studie.) Der Korporationsbetrieb ist sehr stramm. Wir fechten zweimal täglich, schwimmen.'offiziell und turnen zweimal wöchentlich. An dem im Juli stattfindenden großen akademischen Turnfest werden sich drei Bundesbrüder beteiligen. Das Wandern ist offiziell eingeführt worden; es findet an jedem Sonntag eine Tageswanderung statt. Unsere Veranstaltungen wie Antrittskneipe, Maibowle, Frühlingsfest mit Damen usw. waren äußerst gelungen. Wir haben zu der Hoffnung Anlaß, daß das Semester einen in jeder Hinsicht befriedigenden Verlauf nehmen wird. Daß die Keilerfolge schlecht sind, die Schuld daran darf man uns nicht zuschieben. Während die Bavaria dank ausgezeichneter Vorarbeit, die vom K. C. im ganzen Reiche geleistet wurde, Zeit und Tag der Ankunft fast aller Keilfüxe kannte, standen wir, allzumal die übliche Zusendung der Kei! liste unterblieb, hilflos da Wir konnten daher nur sieben Füxe in den A. C. aufnehmen: med. Richard Ehrlich aus Iserlohn, med. E i I b o 11 aus Frandkhirt a. M., phil. Richard Franck aus Hamburg, med. Neuhaus aus Eisenach, med. Rosenberg aus Graudenz, iur. Fritz Popper aus Dresden, iur. Simon aus Wiesbaden. Wir haben begründete Aussicht, noch drei oder vier Keilfüxe zu bekommen. P e r s o n a I i a : fcs erhielten Oeneraldispens: Hochschild,Oppen« heimer, Rosen berg, Stein weg. Klauber machte das medizinische Staats- und Doktorexamen und wurde A. H. A. H Dr. Münk, der sich ungefähr 14 Tage hier aufhielt, nahm am Korporationsleben regen Anteil Wir gaben unsern Fux R o s e n b e r g als unbrauchbar ab. Sommer hin£ gegen Herrn Wolf (Burschenschaft Frankonia) auf s. s. Die Partie wurde nicht genehmigt. — Luft, der hier dient, erhielt vom B, C eine Rüge wegen Interesselosigkeit. — A. H. Dr. Rosen berg aus Sobernheim wurde ein Sohn geboren. 28« Mai D e v r i e s X * #

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