Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 11 (1914-1915)
- Issue
- Heft 3 (25.6.1914)
- Date
- 1914-06-25
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 63 korporativer Betätigung herzustellen. Der jüdischen Ausbildung der Burschen dient ein interessanter Palästinakurs von A. H. Rosen bäum, ein Zyklus von Referaten über jüngst erschienene Werke und eine Reihe von Zeitungsreferaten und Vorträgen, von denen der von M a r k i e w i t z („Jüdische Religion") besonders zu nennen ist. — Kneipen und Ausflüge mit und ohne Damen haben wir „Rückständigen1* uns noch immer nicht entschließen können von unserm Programm zu streichen. Die Einführung des Wanderns als offizieller Veranstaltung lehnte der Antrittskonvent — vorläufig — ab. Dagegen beschlossen wir, in diesem Semester besonders eifrig Sport zu treiben, und so tummeln wir uns denn 4 bis 5 Stunden wöchentlich auf dem Sportplatz herum* Die Folge ist, daß seübst die schlappsten Bundesbrüder — ich nenne nur den Unterzeichneten — Freude an körperlicher Betätigung zu gewinnen anfangen. Wie stete in Breslau, ist auch diesmal der Zusammenhang unter der Aktivitus, besonders den Burschen, recht stark, und auch die Füxe fühlen sich bis auf ganz wenige in der Korporation schon heimisch. P e r s o n a 1 i a : Ein E. R. bestrafte A. H. Z e 11 n e r mit einer Dimission von einer Woche (EL R. O. §8,3). Das Verhalten von i. a. B. O e 1 s n e r bei einem Ehrenhandel wurde für korrekt befunden. - a. B.Heyinann hängt gegen die Herren Kussmann und Ehrentraut auf s. s. 15. Inaktiviert wurden Friedmann, A sehn er, Lippmann und Leo Lewin. — Der O. V. Q. Sklarz wurde reaktiviert und rezipiert. — a. B. Hey mann bestand sein Physikum mit „gut**, — A. H. Gallus verlobte sich mit Fräulein Valerie Lindner. — A. H, janower bekam eine Tochter. 30. Mai Benno Cohn *■ * * . * München. Der Antrittskonvent vom 27. April besetzte die Chargen: med.. Harry Berg X F- M. F. W. a. i. iur, Richard Schwabe XX S. W. med. dent. Julius Nußbaum XXA K.W, Unsere Hoffnung, in diesem Semester eine recht stattliche Anzahl von Bundesbrüdern hier in München zu sehen, ist leider arg enttäuscht worden Daher auch unsere schlechten Keilerfolge. Bisher haben wir einen erst semestrigen Fuxen iur. Norbert Cohn aus Ballenstedt im Harz. Wir erwarten jedoch noch bestimmt 3 Aktivmeldungen. Während in früheren Semestern auf unserer Keilliste etwa .CO—80 Namen standen, hatten wir dieses Mal kaum den vierten Teil! Trotzdem haben wir einen strammen Vereinsbetrieb. Tendenzfuxenstunden gibt H i 1 b, Comment der »Fuxen* major. Töplitz erteilt einen Kurs in Hebräisch und Palästinakunde. In einem Burschenkurs hören wir verschiedene ausländische Studenten über die Lage der Juden in ihren Heimatsländern etc^Jeden Sonntag sind wir im Gebirge, Arn Sonnabend den 23. Mai hatten wir eine wohlgelungene Bowjenkneipe mit Damen,. Personal ia: Marcus, K o p p e 1 k o w s k i, Schneemann und Rosenberg erhielten Qeneraldispens. Ein E. R. hielt das Benehmen von Noher"bei einer Contrahäge für korrekt. Unser A. H. Albert Hirsch verlobte sich, 29. Mai. Berg