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Der jüdische Student · 1919-12-01 · Heft 8 (Dezember 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 8 (Dezember 1919)
Date
1919-12-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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328 Kartelltagsanträge Aus dieser Ueberzeugung heraus legt der Kartelitag besonderen Wert auf folgende Forderungen: Zur zionistischen Erziehung. Das Ressort für Hebräisch? und das Ressort für Erziehung und Unterricht haben weit mehr als bisher in den Vordergrund zu treten. Es wird gefordert: Durchführung der Erziehung im allgemeinen auf Grundlage des Buchholz'schen Referates (dazu Referat Perl: K.J. V.-Unterricht). Zur Ergänzungwird größere Kenntnis der sozialen Lage des jüdischen Volkes gefordert,-, insbesondere Berücksichtigung der in den ostjüdischen Massen lebendigen Probleme politischer, kultureller und sozialer Art, zumal uns die gegenwärtigen ostjüdischen Einwanderungen nach Deutschland vor akute Aufgaben stellen. Persönlichkeiten, die ohne K. J. V.-er zu sein, aktiv im zionistischen Leben stehen, sind stärker als bisher zur Mitarbeit am Kartell, speziell am Erziehungsressort heranzuziehen. Ein Kompendium über die ostjüdische Entwicklung der jüngsten Zeit irr politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht ist zu schaffen. Die in deutscher Sprache über dieses Gebiet erschienene Literatur ist zusammenzustellen V.J. St. Maccabaea, Berlin. R.-V.J.St, Berlin. Sport- V. J. St., Berlin Wert und Werbekraft des Kartells sind vorzüglich abhängig von der inneren Beschaffenheit der Burschen. Darum fordern wir, die Rezeption in den B. C. möglichst zu erschweren durch Ausscheidung solcher Bundesbrüder während der Fuxenzeit (spätestens bei der Burschenprüfung), von welchen wir überzeugt sind, daß sie die Folgerungen aus unseren Forderungen nicht ziehen werden. Ein so ausgelesener B. C. — und nur er — ist suh seiner Verantwortlichkeit voll bewußt. Die bereits geburschten Bundesbrüder haben die Pflicht, mit der Verwirklichung unserer revolutionierenden Idee an sich selbst unbedingt ernst zu machen. Die V. J. St. Ivria Freiburg schlägt dem Kartelltag zur Erreichung dieser Forderungen neben anderen folgende Mittel als technische Maßnahmen vor: 1. Die Fuxenzeit wird generell auf drei Semester festgesetzt. Es können Füxe bei besonderen Umständen und durch besondere Leistungen nach zwei Semestern geburscht werden. 2. Der A. G beschließt über Kassenangelegenheiten, Anträge der Füxe und Veranstaltungen der Verbindungen nach außen hin. 3. Zum B.C. können zwei- und dreisemestrige Füxe ohne Stimme zugelassen werden. V. J. St. Ivria, Freiburg Der Kartelltag wolle beschließen: Der K.-T. lehnt das A. H. - Examen ab, jedoch sollen nur solche Inaktive Alte Herren werden, die sich in der zionistischen Bewegung ihrer Fähigkeit und ihrer Eignung nach betätigt haben. Die Bezirksverbände sollen für die Auswahl geeigneter Arbeitsfelder Sorge tragen. Die Ernennung zum Alten Herrn soll nur mit Genehmigung desjenigen B.-V. erfolgen, in dessen Bezirk der betreffende Bundesbruder seinen Wohnsitz hat. Bei dem Inaktivenexamen soll weniger Wert auf das Maß positiven Wissens als auf den Grad der Entwicklung der Persönlichkeit Wert gelegt werden. Bezirksverband Hessen und Hessen-Nassau Die Tendenzfuxenstunde als Mittelpunkt der wissenschaftlichen Ausbildung wird ersetzt durch eine den Verhältnissen anzupassende Geschichtsarbeit und einen zionistischen Fortbildungskursus, der in der Form der Gruppenarbeit zu gestalten ist. Für zionistisch nicht vorgebildete Bundesbrüder findet an Stelle des Fortbildungskursus ein Einführungskursus in den Zionismus statt. Die Receptionsprüfung findet frühestens am Ende des ersten Semesters statt. V.J. St. Ivria, Heidelberg Abschaffung des Fuxenexamens und der schriftlichen Burschenarbeit. V.J. St. Jordania, München Das Präsidium möge dafür Sorge tragen, daß möglichst bald eine G e - schichte des K.J.V. herausgegeben wird. V. J. St. Saronia, Frankfurt

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