Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 5 (August 1919)
- Date
- 1919-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Keilbericht für das Sommer-Semester 1919 185 Der B. J. C. bekam im S.-S. 1910 bei einem Stande von 10 Verbindungen 38 Füxe. Eine Kritik stellte die Ideal-Forderung auf, daß jährlich ca. 120 Füxe aktiv werden müßten. Das W.-S. 10/11 brachte 23, das S.-S. 1911 aber 55 (davon in München und Freiburg allein 28) Füxe (von den 55 traten 5 sofort wieder aus). Die Kritik bezeichnete den Erfolg des Sommers 1911 als „kleinen Fortschritt gegen früher". Im W.-S. 11/12 wurden 34 Füxe aktiv. Von 1910 bis 1912 (in vier Semestern) bekam der B. J.C. durchschnittlich 33 Füxe. Anfang 1912 wurde wieder in einer Kritik als Ideal-Forderung festgestellt, man müsse jäh*rlich 100 bis 120 Füxe bekommen. Das S.-S. 1912 brachte den e i n zig e n wirklichen Keilerfolg des B. J. C.: 107 Füxe. Das war eine organisatorische Tat von Moritz Bileski und das Ergebnis von Keilreisen, in deren Verlauf jeder Punkt Deute hl and s besucht wurde, Das Resultat erregte im B. ), C. wie außerhalb größte Ueberfaschürig, Rosenkranz widmete im J. St. den Füxen eine besondere Ansprache. Die nächsten Semester brachten: W.-S. 12/13 45, S.-S. 13 75, W.-S. 13/14 46, S.-S. 14 ca. 50 Füxe. Das Ergebnis des W.-S. 13/14 wurde in der Kritik als „leidlich zufriedenstellend" bezeichnet. Das K, Z. V. bekam durchschnittlich 15 bis 20 Füxe im Semester. «Im Kriege, August 1914 bis November 1918, betrug die Anzahl der neuen Füxe 349, im W.-S. 18/19: ca. 40. Ich über- «ahm das Keilressort am 25. Februar. Bis zum 20. April wurden im Gebiet der deutschen Republik 147 Füxe, vom 20. April bis zum 31. Juli 172 Füxe aufgenommen. Es dürfte instruktiv sein, die Mitgliederzahlen zu erfahren. Der B. J. C. hatte : 1 907:423, April 1 9 1 0 : 425*), Ende 1910: 477,1911 : 511, *) Die Zahlen, die den Zuwachs des B. J. C darstellen, sind noch schlimmer als seine neuerdings gerühmten Keil„erfoIge", weil die Verluste bis 1911 sehr groß waren. Grunde hierfür sind: 1 Die Tatsache, daß zeitweise viele Ausländer aktiv wurden, die gewöhnlich nach einigen Semestern spurlos verschwanden. 2. Die ungenügende Disziplin nament'ich der Nichtzionisten, infolge deren jeder Ideine Anlaß für einen Austritt ausreichend erschien. 3. Die Tendenzkämpfe, in deren Verlauf viele unsichere und unentschlossene Zionisten das Kartell verließen. 4. Die mangelnde Vorsicht bei der Aufnahme. Die Verhältnisse haben sich wesentlich gebessert. Da wir aber eine Tendenzverbindung sind, werden wir immer die unseren Anforderungen nicht gerecht werdenden Elemente ausscheide^ also mit „Verlusten" in bestimmtem