Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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\ \ 1C6 Aus den Korporationen An die Frankfurter Oeffentlrchkeit traten wir mit einer großen Keilkneipe im >■■ Storch«, die uns fünf Aktivmeldungen brachte und vor allem einen Konnex der Saronia mit den hiesigen jüdischen Bürgern herbeiführte. Hervorgehoben sei eine große hebräische programmatische Rede des hiesigen konservativen Genieinderabbiners Dr Nobel auf der Kneipe. - An jüdischer Arbeitt ist besonders der Palästinakurs von A. H. Nürnberg hervorzuheben. Tendenzfuxenstunde gab A. H. Willi Meyer, Commentfuxensiunde i. a. B. Bodenheimer. Auch in den Frankfurter national jüdischen Jugendveremen arbeiteten unsere Bundesbrüder sehr eifrig mit. In dem neugegründeten Hapoel hazair - Ist von uns A. H. Meyer, in dem J. T. V. Frankfurt a. M. turnten wir offiziell, ebenso sind wir in dem Vorstande der zionistischen Ortsgruppe durch die Alten Herren Wohlfarth und Simon vertreten. Wöchentlich fand ein Pressereferat oder ein Referat über Fragen unserer z onistischen Gedankenwelt statt. Wir turnen und fechten regelmäßig. Wenn es uns nicht gelang, den alten V. J. St.er-Geist bei allen Füxen zu erwecken, so liegt das an den besonders schwierigen Verhältnissen der Großstadt und daran, daß viele Füxe hier zu Hause sind und viele vor dem Examen stehen. Das Semester brachte uns 13 Aktivmeldungen: phil. Erich Rothschild aus Frankfurt a. M. med. Theo Kunreuther,, ,. „ „ jur. Fritz Wild aus Mainz med. Kurt Freudenthal aus Schlüchtern med. Karl Meyer aus Frankfurt a. M. med. Heinrich S t i e b e 1 aus Frankfurt a. M. jur. Robert Sulzberger aus Wiesbaden rer. pol. Adolf Meyer aus Wiesbaden rer. pol. Walter Leopold aus Wiesloch jur. Erich Kahn aus Fürstenwalde jur. Leo Harry aus Gnesen ehem. Erich Mockrauer aus Bukarest .1 math. Julius Sundheimer aus Frankfurta.M.J a*s ®' Unsere Stellungnahme zu den Kartell ragen ist noch dieselbe wie vor -dem Kartelltag. Wir glauben unsere korporative Form als Erziehungsmittel und als Form des Genr inschaftslebens nicht entbehren zu können. Innerhalb dieser korporativen Form ist uns stärkste jüdische Arbeit höchstes Zieh Me r als je bietet sich die Gelegenheit, das deutsche Judentum zu nationalisieren. Der Kartelltag hat anscheinend dieses Moment der jüdischen Außenarbeit als Wegweiser auch für unsere innere Gestaltung nicht richtig erkannt. Trotz der Ste'lungnahme des Kartelltags wird die Saronia dem alten K. J. V -Ideal treu bleiben. Kampf gegen die Assimilation, besonders gegen den noch sehr starken und immer noch stärker werdenden K. C, mit allen Mitteln, entsprechend der so günstigen politischen Lage des Zionismus, Erziehung unserer Bundesbrüder zu wirklich jüdischen Menschen, Hinarbeiten auf die Hebraisierung und Erez Israel. Männliche Charaktere und auch ^menschliche Erziehung des V. J.St.ers. Der Kartelltag hat einen Kompromiß