Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 3 (Mai 1919)
- Date
- 1919-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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100 Vom Präsidium 35, sonstige Mark 4, Hamburg 7, Rheinland 14, Hannover 5, Baden 10, (davon 2 aus Freiburg), Hessen 14, (davon aus Gießen 2, aus Frankfurt 8), Württemberg 1, Bayern 2 (!) (und zwar 1 aus Würzburg, 1 aus München), ferner aus Gotha 1, aus Bremen bezw. Umgegend 2, aus Sachsen 6 (davon 4 aus Leipzig), aus Mecklenburg (Rostock) 1, aus Pommern 3, aus Schlesien 7 (und zwar 3 aus Breslau und 4 aus Oberschlesien), Posen 3, Westpreußen 2, Ostpreußen 6 (davon 5 aus Königsberg), aus dem Auslande 4 und zwar je 1 aus Australien, Galizien, Holland und Belgien. Die Erfolge sollten alle ermutigen, aufs energischte ihre Kräfte einzusetzen für die Vorbereitung und Durchführung der Keilarbeit für das Sommersemester. Den K. J. V.-ern stehen zwei Keilbroschüren zur Verfügung (die übrigens im Gegensatz zu der Meldung im vorigen J* St an alle Bundesbrüder versandt worden sind) sowie vermutlich der „Jüdische Wille" und eine Propaganda-Nummer der ^Jüdischen Rundschau". Man klage also nicht über schlechte Ueberweisungen; zum Teil war unter den heutigen Verhältnissen nichts Besseres zu erreichen, zum Teil liegen die schlechten Ueberweisungen einfach an dem Mangel an Menschen, und daran sind die meisten selbst schuld, weil sie früher nicht gekeilt haben. Es gilt jetzt für uns, diese Periode des Menschenmangels zu überwinden. Wenn jetzt gut gekeilt wird, haben wir in einem Jahr für alle Sachen so viel Kräfte, wie wir brauchen. Die bisherigen Erfolge des K. C. haben im wesentlichen ihre Ursache in der schlechten Arbeit des K. J. V. Es kommt hinzu, daß das deutsche Judentum bereits so aufgewühlt ist, daß viel mehr junge Leute als früher — wenn auch in oberflächlicher Weise — Stellung zu den jüdischen Problemen nehmen, und so gehen viele, die früher gedankenlos in paritätische Verbindungen gegangen wären, heute aus dem Gefühl der Assimilanten, alles Jüdische ablehnen zu müssen, in den K. C, dessen Stärkung zum Teil also auf Kosten der paritätischen Verbindungen sich vollzieht. Es wird nur einer guten Organisierung unserer Kräfte und unserer Arbeit sowie des guten Willens aller K. J. V.-er bedürfen, damit wir in kurzer Zeit jeden * Keilfuxen gewinnen, der über Probleme des Lebens nachzudenken überhaupt fähig ist. Stein