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Der jüdische Student · 1919-05-01 · Heft 2 (Mai 1919) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
16 (1919)
Issue
Heft 2 (Mai 1919)
Date
1919-05-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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AfSer, Neuorganisation der Altherrenschaft 57 eigenen Organe, nämlich den Alt-Herren-Tag und den Vorstand des Alt-Herren-Verbandes besitzt. Daher fordern wir, daß der Att-Herrenschaft, die über zwei Drittel den Mitglieder des Kartells tunfaßt, eine Vertretung auf dem Kartelltag und ein Anteil am Präsidium des Gesamtkartells zugesprochen wird, die, unter Berücksichtigung der besonderen Bedeutung der Jugend des Kartells für seine Entwicklung doch der Zahl undliem .Wert der Alt-Herrenschaft als der politischen Arbeitsgemeinschaft unseres Kartells, das als Gesamtheit doch auch als ein politisches bezeichnet werden muß, entspricht. Von der Voraussetzung also ausgehend, daß die Einheit des Gesamtkartells unter Führung eines großen erweiterten Präsidiums gewahrt bleibt, halte ich daher für die Wahlen zum Kartelltag ein proportionales Wahlrecht für das einzig gerechte und schlage für die Zusammensetzung des Präsidiums vor, daß ein entsprechend großer Teil des neuen großen Gesamtpräsidiums, mindestens die Hälfte, vom Alt-Herren-Tag gewählt wird, wogegen natürlich auf dem Kartelltag che Alt-Herren-Delegierten nur passives, nicht aktives Wahlrecht zur Präsidiumswahl haben würden. Ferner würde es mir persönlich als eine glückliche Lösung erscheinen, wenn der Vorsitzende des A. H. V, zugleich Mitglied des Präsidiums und als solcher erster Präside des Gesamtkartells sein würde. Sein Stellvertreter, der im engeren Kartellpräsidium den Vorsitz zu führen und das Korporationskartell in der jüdischen Jugendbewegung und in der Studentenschaft zu repräsentieren hätte, wird, wietbisher, vom Kartelltag gewählt. Wir verwahren uns gegen den Verdacht, das Kartell durch die Alten Herren majorisieren zu wollen, aber ebenso halten wir den jetzigen Zusstand für unhaltbar, daß die aktive Minorität der Jüngsten und Jugendlichsten nur, weil sie dem Temperament ihres Lebensalters entsprechend, am stärksten an den Fundamenten rütteln, weil sie der natürlich! gärende "Most sind, das Gesamtkartell entscheidend gestalten dürfen. Die Alt- Herrenschaft muß in den für das Gesamtkartell ausschlaggebenden Fragen in lebendiger Verbindung mit der Aktivitas bleiben, damit beide Teile Gewinn davontragen, und damit die Entwicklung des K. J. V. keine traditionslose wird. Es ist nicht meine Aufgabe, diese Organisationsfragen im Detail zu behandeln; genauere Vorschläge, die zur Grundlage unserer heutigen Beschlüsse dienen sollen, wird Euch Bundesbruder Löwenberg in seinem Referat machen. Auch hier scheint es mir weniger auf die einzelnen Paragraphen anzukommen, als auf den Geist der ganzen Idee. Und das Eine möchte ich* zum Schlüsse meiner Ausführungen noch sagen: Es handelt sich hier nicht um Machtfragen, sondern wir alle wollen eine gesunde und praktische Neugestaltung des Kartells. Daher

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