Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 16 (1919)
- Issue
- Heft 1 (April 1919)
- Date
- 1919-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 Die Beschlüsse des Kartelltags Di© BesslilIJss© des üaHelgfags l. Kartellverbindungen. Die Sport-V.J. St., Berlin, und der V.J. St. Hechawer, Berlin, wurden in das Kartell aufgenommen, die V. J.St.-en in Würzburg, Münster, Göttingen wurden provisorisch in das Kartell autgenommen, ferner wurden die Stammtische Ros tock , Gießen, Leipzig und Halle provisorisch auigenommen. Die Anträge der Hacheruth - Breslau und des H e c h a i u /. - Heidelbergwegen Aufnahme wurden dem Präsidium überwiesen, ebenso die Angelegenheit des Hechawer (Kadimah), Königsberg, und der Mataphu, (J ö t h e n. *; In München und Freiburg soll nur je eine Korporalion bestehen bleiben, mit dem Namen der alten K. Z. V.-Verbindung. Der Präsidiums-Antrag, die V. J. St.-C harlottenburg aufzulösen wurde zurückgenommen. IL Geschäftsführung des Präsidiums, Der Antrag des RuJer- V. J. Si. (Nr. 15): „Der Kartelltag erteilt dem Präsidium wegen Vernachlässigung der Keila rbe it eine Rüge'', wurde angenommen. Der Antrag der V. J. St.-Berlin (Nr. 1): „Der Kartedtag spricht dem Präsidium wegen Vernachlässigung der Keilarbeit sein Mißtrauen aus", wurde abgelehnt. ' Der Antrag Blumenfelds, dem Präsidium Decharge zu erteilen, wurde angenommen. HL Thesen von Arthur Stein und Ergänzungsanträge. Ueberl (Programm) und über alle anderen Anträge zum Programm wurde zur Tagesordnung übergegangen. Angenommen würden die Steinschen Thesen in folgender Form: Organisation und Erziehung 1. Es werden sofortige Maßnahmen zur organ isafori sc he-n Stärkung des Kartells gefordert. Als besonders wichtig werden folgende Punkte hervorgehoben: a) Sanierung der Finanzen (Schaffung einer Zentralkasse unter Leitung von sachverständigen Bundesbrüderu), b) Neu-Aufbau des Keilressorts, c) regelmäßiges und pünktliches Erscheinen des „Jüdischen Studenten"' und des „Jüdischen Willens", d) Schaffung ausreichender Klub- und Bureau räume, Bibliotheken usw. 2. Die Beeinflussung der Berufswahl mit Rücksicht auf die Einstellung auf Palästina und auf die Fähigkeiten dtjs Einzelnen ist zu begrüßen. Das Präsidium hat dafür zu sorgen, daß, diese Becinllussung auf Grund einwand}reier Sachkunde erfolgt. 3. Die Einstellung vieler Bundesbrüder auf uie iTcbersiede!ung nach Palästin;» sowie die Einstellung der übrigen Bundesbrüder auf Palästina als auf das zukünftige Zentrum unseres Volkstums verlangt als innere Notwendigkeit iiich; die Außerachtlassung der Arbeit int Gallith, insbesondere im deutschen Judentum. Die gedankliche Trennung beider Tätigkeitsgebiete voneinander ist eine Unmöglichkeit. Das Kartell ist für das Schicksal de* deutschen Judentums mit verantwortlich. Der Kampf gegen die Assimilation in Deutschland erfordert eine streng organisierte Werbetätigkeit. Die Arbeit in den jüdischen Gemeinden. Deutschlands ist eine der vornehmsten Aufgaben der. Altherrenschaft ces Kartells. Unsere positiven Ziele schließen die Anteilnahme am Kampf gegen den Antisemitismus nicht aus. Dieser Kampf ist unter Uebcrwindtmg der