Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Bericht des Präsidiums 123 wertvoll der J. St. den Bundesbrüdern ist. Tatsächlich ist der J. St. im Durchschnitt regelmäßig alle zwei Monate erschienen. Die großen Schwierigkeiten, die heute der Druck und die Papierbeschaffung machen, erklären einzelne Unregelmäßigkeiten im Erscheinen. Zum J. St. ist nunmehr der „Jüdische Wille" getreten. Schon bei Abschluß der Fusion galt es als eine der ersten Aufgaben des Kartells, steh ein öffentliches Organ zu schaffen, das auch den Kampf gegen den K. C. führen könne. Jetzt ist es uns gelungen, diesen Plan zu verwirklichen. Vom J. W. sind bis zum Kartelltag sechs Hefte erschienen. Ueber Entwicklung und Programm der Zeitschrift erstattet die Redaktion einen besonderen Bericht. Ueber die Palästinaarbeit des Kartells wird auf dem Kartelltag ein besonderes Referat erstattet werden. Die Arbeiten organisatorischer Art sind für das Präsidium von erheblicher Bedeutung gewesen. Das K. .V. hat sich auf dem Fusionskartelltag keinerlei Organisation gegeben, sondern hat es dem Präsidium überlassen, ein Statut auszuarbeiten. Dazu kam aber, daß die geistigen Strömungen des Kartells vielfach präzise organisatorische Forderungen stellten und daß die Stellungnahme des Präsidiums zu diesen Anträgen erforderlich war. Ein Statut ist entworfen worden, das dem Kartelltag vorliegt, und die Altherren-Frage sowie die Frage der Zusammensetzung des Präsidiums ist gleich dem Wahlrecht zum Kartelltag in einer großen Reihe von Präsidiumssitzungen eingehend erörtert worden. Ueber die Altherren-Frage wird auf dem Kartelltag ebenfalls ein besonderes Referat erstattet werden. Klar ist es jedenfalls, daß eine besondere Organisation der Alten Herren gebildet werden muß, und daß diese mit größter Entschiedenheit dahin zu wirken hat, die Alten Herren wieder zu aktivieren und sie zu jüdischer Tätigkeit zu führen. Die Idee, das Präsidium dadurch zu erweitern, daß zwischen einem geschäftsführenden Präsidium in Berlin und einem erweiterten Präsidium geschieden wird, das auch in der Provinz Mitglieder hat und zu regelmäßigen Sitzungen zusammentritt, ist bereits vom letzten K. J. V.-Tag gutgeheißen und vom Präsidium in das neue Kartellstatut hineingearbeitet worden. Das dürfte eine Maßnahme sein, die berufen ist, viel Unzufriedenheit im Kartell zu beheben und den Kontakt innerhalb des Kartells^ inniger zu gestalten.