Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 8-11 (Februar 1919)
- Date
- 1919-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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120 Bericht des Präsidiums de n z m i t d e n K r i e g s f ü x e n, die Holdheim zu führen hatte? allgemeine Korrespondenz, Ueberweisungeii und Verkehr mit den Bundesbrüdern im Felde welche Löwenstein bearbeitete; die Redaktion des J. St und des Jüdischen Willen von denen jener von Erich Cohn allein, dieser von Erich Cohn und Krojanker redigiert wurden. Neu wurde vom Präsidium das Palästinaressort geschaffen, das Moses leitet. Die Vertretung des Kartells nach außen, soweit sie in Frage kam, fiel in das Ressort von Rosenbergj Die übrigen Präsidiumsmitglieder nahmen an dem ungefähr yierzehntägig stattfindenden Präsidiumssitzungen Anteil. Ueber die Tätigkeit der einzelnen Ressorts sei hier folgendes gesagt. Das Finanzressort hat im Laufe des Krieges wiederholt seinen Leiter gewechselt. Anfangs leitete es Henryk Cohn dann Fischer, zuletzt Walter Moses. Der Stand unserer Kartellfinanzen ist als überaus bedenklich zu bezeichnen. Obwohl die Ausgaben für die meisten Ressorts bedeutend geringer sind als in Friedenszeiten, haben doch unsere Ausgaben trotz strenger Sparsamkeit eine ungeahnte Höhe erreicht. Der Grund hierfür ist einmal darin zu sehen, daß die Herausgabe zweier Zeitschriften, die umfangreiche Feldkorrespondenz und anderes die Unterhaltung eines ziemlich großen Bureaus notwendig macht, das zurzeit drei Angestellte beschäftigt, und daß natürlich auch für Porti, Material usw. entsprechend der allgemeinen Verteuerung beträchtliche Ausgaben zu machen sind. Die schwerste Belastung bilden zweifellos die beiden Zeitschriften. Die Zahl der Abonnenten, die der „jüdische Wille" außerhalb des Kartells gefunden hat, war bisher sehr gering, während die Druck- und Papierkosten über die Maßen gestiegen sind. Verhandlungen mit dem „Jüdischen Verlag" über die Uebernahme der technischen Herstellung und des Vertriebs der Zeitschrift versprechen aller-; dings zu einem Ergebnis zu führen, das für das Kartell auch eine finanzielle Besserung bedeutet. Zurzeit kostet jedes Heft des J. St. bei einer Auflage vcn 1200 Exemplaren etwa 500 Mk., jedes Heft des „Jüdischen Willens" bei einer Auflage von 2500 Exemplaren etwa 2000 Mark. Die Einnahmen weisen einen beträchtlichen Fehlbetrag gegenüber den Solleinnahmen auf, da ein sehr erheblicher Teil der Bundesbrüder kein Einkommen hatte und demgemäß keine Beiträge zahlen korinte. Im Augen? blick stehen unsere Finanzen wie folgt: " .■ \