Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 15 (1918-1919)
- Issue
- Heft 1-2 (Juni 1918)
- Date
- 1918-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte 27 Aus dem Felde: Oskar Schlesinger aus Breslau, Friedrich Rosenhaft aus Hamburg, Julius Ziegelstein aus Marburg. Insgesamt 3. Gesamtzahl der Aktivmeldungen bis zum 25. V. 18: 59 Horodiscfe Der nächste K. J.( V. - T a g soll imi Laufe des Monats Januar 1919 in Berlin stattfinden. Die bisherigen Erfahrungen haben gQzt\gty daß gerade im1 Januar sehr viele Bundesbrüder auf Urlaub in der Heimiat zu sein pflegen. Die Arbeit des Präsid'iallbureaus hat in letzter Zeit dadurch eine bedauerliche Stockung erlitten, daß' zwei der dort angestellten Damen erkrankten und die (einzige) Schreibmaschine defekt wurde. Wir bitten,, die Folgen dieses Mißgeschickes zu entschuldigen. Der Jüdische Nationalfonds hat einen Friedensscheck herausgegeben, dessen Ergebnisse dazu bestimmt sind, nach dem Kriege die großen Landankäufe zu unternehmen, die die Grundlage für die Wiederaufnahme der Palästinaarbeit nach dem Oettingerschen Schema abgeben sollen.. Der Gedanke ist, daß jeder sich verpflichtet, im Augenblick des Friedensschlusses eine möglichst große Summe für den Nationalfonds zur Verfügung zu stellen. Wir fordern alle Bundesbrüder auf, sich der Propaganda für diesen Friedensscheck, für den auch Nichtzionisten zu interessieren sein werden, mit aller Energie anzunehmen. Diejenigen, die zur Propaganda bereit sind, bitten wir, sichi dem Jüdischen Nationalfondfe^ Zentrale für Deutschland, Berlin W. 15, Sächsischeste 8, persönlich oder schriftlich zur Verfügung zu stellen. Die Rubrik „Von unseren Kriegsteilnehmern" mußte diesmal wegen der oben mitgeteilten Behinderung unserer Bureautätigkeit ausfallen. BERICHTE K. J. V« Berlin* Die ungewöhnlich langen Ferien* die sich über mehr als zwölf Wochen erstreckten, hatten es notwendig erscheinen lassen, einen regelrechten Semesterbetrieb zu machen. So konnten wir u. a. auch die Fuxenstunden, die die A. H. Glaser und Michaelis gaben, während der ganzen Zeit gut durchführen. Im Mittelpunkt unsrer Tätigkeit stand natürlichdie Keilarbeit, die durch die jetzt allerdings sehr ungünstigen Verhältnisse ungeheuer erschwert wurde. Es fanden fünf Keilverahstaltungen statt, deren Erfolge indessen unter der mangelnden Beteiligung der älteren Bundesbrüder litten. Immerhin kann das Ergebnis unsrefr Keilarbeit befriedigend genannt werden, da wir bis jetzt 17 Aktivmeldiunge» zu verzeichnen haben. — Auf einem außerordentlichen hochoffiziellen Konvent, der noch' kurz vor dem Semesterantrittskonvent stattfinden mußte und von über 60 Bundesbrüdern besucht war, hatten wir Gelegenheit,