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Der jüdische Student · 1917-11-01 · Heft 6-9 (November 1917) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
14 (1917-1918)
Issue
Heft 6-9 (November 1917)
Date
1917-11-01
Page
[Seite] (sequence 77)
Language
German
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De r Jüdische Student 77 faßte. Beschluß des Ausschusses gleich einem Konventsbeschluß gilt. Unser Vertreter ist Franz Meyer. Er soll in technischen Angelegenheiten frei, in Fragen von Veranstaltungen nach Rücksprache mit dem C. C, in Tendenzfragen nach Beratung des Konvents abstimmen. Der Konvent beschloß ferner, das O. V. O.-Verhältnis von Frifz Stern - berg, Lohensteinstr. 25, für gelöst zu erklären. Oktober. Fr anz Mey e r (X) X V. J. St. Maccabaea, Königsberg. Der Antriltskonvent wählte zun Erstchargierten cand. med. dent. San. Gefr. Friedrich Berlowitz, Kneiphöfische Lsrjggasse 13, der gleichzeitig Kassenwart ist. —. In den B. C. wurden rezipiert die Bbr. Alfred Arnsdorf, Seimar Arnsdorf, Oskar Eschelbacher. Infolge des Ausrückens unseres Friedr. Berlowitz besetzte der Konvent die Charge mit David Konn. Holle» derski Heidelberg. Am 5. Oktober fand unser Antrit'sk^nvent statt, bei dem anwesend waren A. H. Dr. Alhert Hirsch, Adolf Ussauer, Michels und ich; das Eintrittsgesuch von Zade wurde genehmigt, und Zade wurde als Fux aufgenommen und auf das J. St.- und Konventsgehsitmrs verpflichtet; ich selbst wurde in den B.C. aufgenommen, auf Vorschlag der Breslauer Verbindung. A. H. Dr. Hirsch riet, nur eine Charge vorläufig zu besetzen, mich zum Erstchargierten und Fux major zu machen und Lissauer das Amt eines Schriftführers ohne Charge zu übertragen; er selbst erklärte sich bereit, weiter die Führung der Kasse zu übernehmen diese Vorschläge wurden angenommen. Wir beschlossen, den Füxen zwei Tendenzstunden und eine bis zwei Kommentstunden-mit anschließender Geschichtsrepeliticn zu geben; die ersten werde ich übernehmen, die zweiten Lissauer; außerdem wollen wir zwei Stunden Hebräisch bei Herrn Ben- Nathan nehmen;;dieser Unterricht soll für die Füxe nicht offiziell sein, Michels uad Zade werden sich aber daran beteiligen. Auch Herrn Rabinkoff haben wir aufgesucht und gebaten, uns — wie in vorigen Semester — einen Kursus über cie jüdische Ideengeschichte zu geben; ob solch ein Kursus wieder zustande kommt, k ist aber noch ungewiß; Herr Rabink äff hat wenig Zeit und Lust und forderte uns auf, lieber am Sonnabend Nachmittag zu ihm zu kommen und ihn zu fragen, was wir gerade wollten;, auch ich glaub", daß eine solche Unterhaltung um vieles fruchtbarer ist,, als ein Kursu;, den er doch nur sehr unvollkommen durchfühlen könnte, und der nur wenig Zeit zu einer unbehinderten Auseinandersetzung mit den Ideen selbst übrig ließe. Am Sonnabend Nachmittag werden wir also stets bei Herrn Rabinkoff sein. Die Freitag-Abende wollen wir stets gemeinsam verbringen. — Die Keilaussichten sind gering; ich habe mir zwar vor kurzem die Liste der jüdischen Neu-Iaimafokulierten verschafft, aber fast bei keinem war eine Heidelberger Adresse zu ermitteln, sie sind fast durchweg tingezogen; trotzdem werden wir vielleicht noch die eine oder andere Mtivmeldung vt»zeichnen können. —- Von Herrn Rabinkoff haben wir erfahren, daß hier eine große hebräisch-jiddische Bibliothek besteht^

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