Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 5 (September 1917)
- Date
- 1917-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student Monatsschrift des Kartells Jüdischer Verbindungen Herausgegeben vom Präsidium XIV, Jahrgang September 1917 5. Heft Der Inhalt dieses Heftes ist ausschließlich für K.J.V.-er bestimmt. Jeder K.J.V.-er ist zu seiner Geheimhaltung durch Ehrenwort verpflichtet. I. Teil: K.J. V.-Tags - Referate 1. Das K.J.V. seit dem letzten K.J. V.-Tag. 2. Die Frage der Altherrenorganisation. Von Walter Fischer. 3. Ur»ser Verhältnis zu den nicht-nationalen-Jugendorganisationen Von Fritz Löwenstein. 4. Zum Thema „Bundesbrüderlichkeit". Von Felix Rosenöl üth. Das K.J.V. seit dem letzten K.J. V.-Tag Alle jüdischen Verbände, vor allem auch die Zionistische Organisation haben im Verlauf de? Krieges ihren Standpunkt insofern geändert, als sie nicht mehr allein die „Erhaltung des Bestehenden" auf ihre Fahnen geschrieben haben, sondern darüber hinaus neue Ziele aufgestellt haben und ihrer Verwirklichung zustreben. Vor Jahresfrist war es für die Zionistische Organisation die wichtigste Aufgabe, ihren festen Zusammenhang aufrecht zu erhalten und die palästinensische Kolonisation zu sichern. Heute steht die Friedenskonferenz mit ihren politischen Aussichten, stehen die zukünftigen Möglichkeiten großzügiger Arbeit in Palästina, stehen andrerseits Fragen wie die des Wiederaufbaus im Mittelpunkt unserer Betrachtungen. Die Entwicklung im K. J. V. ist ähnlich. Es genügt uns nicht mehr, daß der J. St. erscheint und der Verkehr mit den Bundesbrüdern im Felde gut funktioniert, daß etwas Keilarbeit geleistet wird und die Verbindungen nicht eingeschlafen sind, sondern es zeigt sich überall neues Leben, Ansätze und Tendenzen, die in die Zukunft deuten und nicht .nur die Vergangenheit fortführen wollen. Auf organisatorischem Gebiete denken wir dabei an die Lösung der Altherren-Frage, an die umfassende Frage der Korporationsformen und der Eingliederung der Blau-Weißen, an Gründungen neuer Verbindungen und an eine stärkere finanzielle Stützung; auf geistigem Gebiet nehmen wir die Herausgabe unserer öffentlichen Zeitschrift in Angriff und suchen uns mit den zentralsten Fragen unserer Zukunft, dem Palästinaproblem und dem Erziehungsproblem, nicht nur gedanklich, sondern auch in der Wirklichkeit auseinanderzusetzen. Die Aufgabe dieses Teiles des Präsidialberichtes wird es sein, zunächst die äußieren Tatsachen der Entwicklung des Kartells wiederzugeben. Aber dar-