Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- Heft 4 (August 1917)
- Date
- 1917-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ein Wort zur Keiltätigkeit Utic°r-e Keilerfolge betrugen in diesem' Somfoier-Setriester 68 Füxe* Gewiß mag das Kartell und das' Keilressort des Präsidiums mit -Ste>fc-^f^^ blicken, die an den Keilerfolg mancher Wintersemester der Friederiszeit heranreicht. Auch die beliebte „Phalanx der Tausend" istjetzt endlich wirklich aufgestellt; und doch ist, nach meiner Ansicht, noch nicfht alles herausgeholt worden, weder ans dem gebotenen Keilmaterial, noch aus unseren Werbekräften. Wegen der Kriegsreifeprüfungen, auch der Unterprimaner, ist die Anzahl der Abiturienten gegen früher verdoppelt, wegen der größeren Zerstreuung der Buwdesbrüder über die Kriegsschauplätze und Garnisonen ist auch die Berührungsmöglichkeit mit Keilfüxen gesteigert. Es müßte jeder Bundesbruder im Felde, besonders' jeder in gehobener militärischer Stellung, (Aerzte, Offiziere) in seinem Regiment und «einer Division alle jüdischen Studenten jüngerer Semester kenjtien ufrid keilen. Als Adressenstelle diene ihm der Feldrabbiner und der Regimentsschreiber, wegen steiner Spe^ialkenntnissie von der Juden-. Zählung' her: gam su letoba! Besonders aber müßte die Keiltätigkieit im den Garnisonen gesteigert werden. Dort ist Gelegenheit, neben der „Rückwirkung auf weiteste Kreise" auch die Pennäler der Oberklassen mit unsern Ideen zu erfüllen. Die bisher unerreichte Gunst der politischen Lage hat die Erfüllung unseres Ideals in so helles Wirklichkeitslicht gerückt, daß selbst dem verblendetsten Gegner leicht die Augen geöffnet werden können, wieviel eher einem jungen, idealfrohen Hochschüler! Frischt daher einmal, liebe Bundesbrüder, Eure eingerosteten Keilfähigkeiten aus bewegten Studentenjahren wieder auf, gebt! Euch einen kleinen Schwung und Ihr werdet erstaunt sein, wie leicht jetzt gerade das Keilen ist, besonders mit Hilfe der neuesten jüdischpolitischen Nachrichten aus unserer wirklich repräsentativ gewordenen Presse (Jude, Rundschau und unsere hoffentlich bald erscheinende öffentliche Zeitschrift). Es ist notwendig, daß jeder von Euch sich mit Brosch ürenliteratur des K. J. V. und der Z. V f.D. zur Verteilung an Keilfüxe versehen läßt; evtl. schickt das Präsidium an mitgeteilte Adressen Zeitungen, Broschüren und (leihweise) vom den Jungens gewünschte Bücher, zlir Unterstützung Euer mündlichen Tätigkeit. Auch darf bei gewissen Keilfux- Rekruteui nicht versäumt werden, auf die mannigfachen AnnehmlichV keiten des Anschlusses an Bundesbrüder im Heere hinzuweisen. Wenn Ihr nebenbei noch, während der vielen dienstfreien Abende und Sonntags, bei den jüdischen Familien Eurer Garnisonstädte Sammluingen für das Palästina-HilfsWerk veranstaltet und Vorträge ini den Literaturusw. Vereinen haltet, habt Ihr wirkungsvollere politische Arbeit geleistet, als' wenn Ihr in modh so tiefschürfender und entschiedener Weise zu der Tagesfrage: Hie — hie, Zwirn oder