Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- 16. Kriegsheft (Juni 1917)
- Date
- 1917-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Oer jüdische Student Wir, richten an unsere Bundesbrüder die Aufforderung, unsere neue Zeitschrif tdurch ihre Mitarbeit zu unterstützen! Sie soll der Oeffentlichkeit erweisen, zu welchen geistigen Leistungen •das K.J.Y, befähigt ist. Die K.C.-Blätter müssen vor unserem Organ verschwinden. Bundesbrüder, die zur Mitarbeit bereit sind, wollen sich als- -bald bai uns melden, Manuskripte müssen bis zum 1. August worliegen. Das Präsidium Rosenberg, * Abwehr wen Kurt Blume ntfeld (V.J. St. Maccabaea-Kbg. A. H.), z. Zt. in Danzig I Die Debatte, die wir auf dem Kartelltag geführt haben, ist, wie ich glaube, für die in unseren Verbindungen arbeitenden Kiäfte erledigt. Die Frage, ob es Zweck hat, sich hier um ein jüdisches Leben zu mühen, beschäftigt unsere Gemüter nicht mehr. Wir fragen nur noch, w i e wir es machen sollen, und ach hoffe, daß die nächsten Monate und Jahre uns neue, .gute Antworten bringen werden. Wir brauchen Kenner der vielen Einzelfragen, von denen jede Bedeutung für das Leben unserer Gemeinschaft gewinnen kann, von denen jede einen Zionisten ganz auszufüllen vermag. Die Beschäftigung mit den wirtschaftlichen und politischen Fragen unserer Siedelung wird, ernsthaft genug betrieben, vielen von uns das Leben jüdischer und reicher gestalten. Je mehr Menschen es in unserer Bewegung gibt, die Fachlichkeit und Sachlichkeit durch ernste Arbeit sich angeeignet haben, um so ernster und bundesbrüderlicher werden die Auseinandersetzungen über die jüdischen und menschlichen Fragen des Zionismus sich gestalten. In einem großen Kreis von kämpfenden Menschen, wie in unserem K. J- V., liegt der Anfang echter Bundesbrüderlichkeit in der Abkehr von jener demagogischen Oberflächlichkeit, wie sie uns aus den politischen Kämpfen des öffentlichen Lebens her bekannt ist. Mag in der zionistischen Organisation kaum ein Minimalprogramm für die Zugehörigkeit bestimmend sein, so wird man sich im K. J. V. mit einer formal bemessenen Mindestforderung an die Bundeshrüder nicht begnügen können. Ist es da zuviel verlangt, wenn wir an einen gebildeten Menschen die Anforderung stellen, daß er eine zionistische Sache erst gründlich kennt, che er ste bekämpft? Die Ungründlichkeit als Quell »aller