Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 14 (1917-1918)
- Issue
- 15. Kreigsheft (Mai 1917)
- Date
- 1917-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Der Jüdische Student 4M wurde Löwenstein, so daß das K. J. V. durch Löwenstein und Baer direkt und durch Walter Moses für den Blau-Weiß und Exiner für die Ivria sehr stark vertreten ist — Die Arbeiten des Ausschusses sind mannigfaltiger Art. Es handelt sich einmal darum, das gegenseitige Kennenlernen der Organisationen zu ermöglichen und die gegenseitige Unterstützung zu fördern. Die eine Organisation vermißt Unterstützung ihrer Propaganda, z. B. die Studentinnen, die andere braucht geeignete Vortragende, Lehrer für Hebräisch, Lehrer für Geschichte; sie hat vielleicht kein geeignetes Lokal und andere Schwierigkeiten. Vor allem existieren Gegensätze, Verhältnisse der Konkurrenz, wie früher zwischen B. J. C. und K. Z. V. Insbesondere ist es interessant, daß der Berliner Bar Kochba und vermutlich die ganze Turnerschaft das Gefühl hat, durch den Blau-Weiß ständig an Boden zu verlieren und daß sie andererseits nicht glaubt, daß der Blau-Weiß die geeignete Methode zur körperlichen Ertüchtigung in seinen Wanderbetriebsstunden habe. Der Vertreter des Bar Kochba (unser früherer Bbr. Schragenhdim) forderte, daß jede national-jüdische Jugendorganisation verpflichtet sei, sich um die körperliche Ertüchtigung ihrer Mitglieder zu bemühen und das diese Tätigkeit im Rahmen des Bar Kochba auszuüben sei. Der Ruderklub müsse als eine Unterabteilung des Bar Kochba angesehen werden, ebenso der Blau-Weiß; K. J. V. und Herzl-Klub müßten besondere Turnabteilungen im Rahmen der Turnerschaft unterhalten, usw. Die Aussprache hierüber ist noch nicht beendet; es ist klar, daß sie von allergrößter Wichtigkeit ist, um schwere Verstimmungen und damit eine fühlbare Störung der zionistischen Arbeit zu vermeiden. Geplant ist ferner die Förderung der Propaganda durch Anlegung einer Zentralkartothek, die die gesamte jüdische Jugend umfaßt, auf die sich die Propaganda der verschiedenen Vereine zu erstrecken hat, und durch Anlegung einer zweiten Kartothek, die alle im Rahmen unserer Vereine organisierten jungen Juden umfaßt. Die letztere Kartothek beginnt zu entstehen. Durch Aufstellung von Vortragslisten wird man besonders die kleineren Vereine sehr unterstützen können. Die Hauptsache aber wird sein, daß in möglichst vielen anderen Orten ebenfalls ein Zu-