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Der jüdische Student · 1916-06-20 · 9. Kriegsheft 9 (20.6.1916) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
13 (1916-1917)
Issue
9. Kriegsheft 9 (20.6.1916)
Date
1916-06-20
Page
[Seite] (sequence 40)
Language
German
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234 Der Jüdische Student weilenden Bundesbruder im allgemeinen nicht aktive Arbeit in der Verbindung leisten — eine bemerkenswerte Ausnahme ist Kurt Rosenbaum — so bilden sie doch, ganz abgesehen von der geselligen Seite unseres Verbindungslebens, auch für unsere wissenschaftlichen Bestrebungen eine wertvolle Resonanz. Auch konnten wir während der kurzen Ferienzeit wieder eine ganze Reihe von Bundesbrüdern, die vorübergehend auf Urlaub oder auf der Durchreise in Königsberg waren, bei uns begrüßen; von Königsbergern: Jul. Epstein, Herrmann, Jacoby, Katz en eilenbogen, Landau, Lewald, Perlmann, Podbielsky, Rehfeld;, von auswärtigen: Eschelbacher, Kalmus, Melaraerson,Peyser. Xa.i. war Julius Levinsohn. öefochten wurde dreimal wöchentlich unter Leitung von Motulsky. Ginsburg hielt an vier Abenden den Füxen einen Palästinakurs. Die Ferien brachten uns ferner die ersten Vorträge eines Vortragscyklus, der die Stellung der verschiedenen Beteiligten zur Ostjudenfrage behandeln soll. Es. sprach : Q i n s b u r g über: „Die Stellung der Juden in Deutschland zum Ostjudenproblem" und über: ,,Die Stellung der Deutschen zum Ostjudenproblem'*. Die weiteren Vorträge der Reihe: „Die Stellung der Polen zu den Ostjuden" (Kurt Rosenbaum) und „Die Wünsche der Ostjuden selbst" (Perlis) folgen im Sommersemester. Ferner sprach Levinsohn: über den deutschen Antisemitismus während des Krieges mit besonderer Berücksichtigung der Aufsätze von Otto Häuser und Siebert. Der Verkehr zwischen der Stammverbindung und den im Felde weilenden Bundesbrüder ist seit einigen Monaten folgenderm aßen organisiert: Etwa zweimal monatlich geht ein ausführliches Rundschreiben an alle Bundesbrüder heraus; in jedem dritten Schreiben sind allgemein interessierende Stellen aus einlaufenden Feldpostbriefen verarbeitet, zum Teil ausführlich wiedergegeben. Diejenigen, die lange nichts von sich hören ließen, erhalten von hier aus ausführliche Briefe mit der dringenden Mahnung, regelmäßig zu schreiben. Diese Briefe werden, um ihnen einen persönlichen und somit wärmeren Charakter zu geben, nicht vom Schriftwart versendet, sondern der X verteilt sie unter die hiesigen Bundesbrüder; auch die A.H, übernehmen solche Briefe. Diese Einrichtung wird gewissenhaft durchgeführt. Schon nach kurzer Zeit hatte sich die Zahl« und Qualität der einlaufenden Feldpostbriefe erfreulich gehoben, und dadurch konnten dann wiederum die herausgehenden Rundschreiben inhaltreicher und lebendiger gestaltet werden. Die Bundesbrüder treffen sich vielfach an den für sie stets offenen Freitagabenden bei Pelz. Im April fand bei mir ein Bierabend mit butterlosen Brödchen für die Bundesbrüder statt, zu dem 15 K. J.V.-er erschienen waren.. Hollendersky meldete sich bei dieser Gelegenheit aktiv. Alfred Arnsdorff und Leo Jacks wurden verwundet. — S. Silber st ein, A.H. der Maccabaea, Berlin, ist auch Königsberger A. H. geworden. . r . S t e i n Redaktion: Erich Cohn, Berlin SW68, Friedrichstr.49. 9 ' Druck: Buchdruckerei Wilhelma R. Saling & Co., Berlin SW 68, Hollmannstr. io.

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