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Der jüdische Student · 1914-03-21 · Heft 10 (21.3.1914) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 10 (21.3.1914)
Date
1914-03-21
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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352 ». öer Jüdische Siudeai Verband, der, engerer Art als die großen Hauptorganisationen, an unserer Ausbildung arbeitet und uns später im politischen Kampfe Rückfall gibt. Aus unserer riationaieii Weitanschauung hatten wir die^Erkenntnis gewonnen, da8 in uns Spuren des Ghetto seien, daß wir ersi uns selbst überwiiiden, daß wir erzogen werden müßten, um ganze Juden und ganze Menschen zu werden. Dann aber trieb uns zum Anschluß an einen Ver...... band ein dunkles Gefühl. Wir fürchteten — und!leute 'wissen w? r, w i r füre h t e te n rn i1 R e c h t —u ii:.....e r d a iii a 1s g e r N a 11 o nal i s si u s sei blutarm, sei nicht lebenskräftig, und dara*......\s orsvuehs iii i.....uis 4 die Sehnsucht, uns einer nationalen üeineinsc!»an anzu^chiieüen, wo wir ein jüdisches Leben leben konnten, soweit im~ Gallith überhaupt von jüdischem Leben die Rede se,m kann. Diese drei Forderungen sfeHten wir an die Korporation, und weil der B. J.C. sie am besten' m erfüllen sc!neu, weil wir glaubten, daß ,er die regste nationaljüdjsche Kampfesgemeinset»äff in Deutschland darstelle, daß er am; meisten jüdisches Leben in sich habe und seine Mitglieder am tiefsten beeinflusse und am besten erziehe, wurden wir B.j. C.-er. Heute wissen wir» wir haben recht gewählt. Das, was w;r \k?^ B:,r;d wo\\i-n, i^i c" '., u ,. \ :. * : ' —wissen, der B. J. C. gib! viel ine!ig als \^ir vordem, verfang! Eine> s.or „ü^m gibt er uns <J - h . " . . .5 u.~j! darum gerade ertü;* es u*:.-; :r t - .. --. ~" * - " --•r. der Jugend., den Uebermut der Siu.....dentenjaiire, g o 1 d e ii e Lebensfreudig keil! Wir. hatten manchmal vordem gedacht, daß1 wir gerade diese Dinge würden opfern müssen, dali kein Raftm sein würde neben so hohem Streben für das Lachen der jugerid,. neben dem hohen Kampfe fürs Volk für den Frohsinn des Burschen. So harten wir uns vordem, in der Einsamkeit unserer letzten Schuljahre, mit dem Gedanken vertraut gemacht, allen diese« Dingen entsagen zu müssen, < * j Aber wir sind et^es Besseren belehrt. So groß, so sonnig ist der Frohsinn bei uhs* größer als bei den anderen! Denn '~* . „ "'^ das, worüber sie, die passiven Juden, grübein, worüber sie nicht hinweg können, was für sie Problem ist, tat* uns ist es kein Problem mehr. Wir sehen den Weg, wir kennen das Ziel, wir haben den Willen. So ist unser Frohsinn schönes* als der der

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