Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 9 (31.1.1914)
- Date
- 1914-01-31
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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305 will mir unmöglich dünken, daß irgend einer der denkbaren Einwände bei einiger Prüfung stichhaltig erscheinen kann, tfeber die Zeit, da wir ängstlich darüber wachen mußten, daß der B. J. C. mit seinem nicht zionistischem Programm als sdfcher keine zionistische Arbeit leiste, sind wir doch wohl likaus; außerdem handelt es sich um ein Werk, für das Verstäniiiis, Wohlwollen und Förderung auch in Kreisen von Nichtzionstcn angenommen, gesucht und vielfach gefunden wird. (Aus diesem Grunde könnte es sogar besonders wünschenswert ersehenen, daß die V. J.St.-er Gelegenheit erhalten, durch Hinweis auf die B. J. C.-Spende Sammlungen bei Nichtzionisten zu unterstützen.) Unmöglich kann ferner gesagt werden, daß durch die Aküon der B. J. C. in die intern zionistischen Parteiungen hineingezogen werde, denn hier handelt es sich um eine Angelegenheit, zu deren Durchführung sich alle, die son^t geteJtcr Meinung slid, die Hand reichen; und das liegt auch im Wesen der Sacse: sie ist ein wichtiger Teil praktischer Palnstinaarbeit, sie ist .eng verknüpft mit dem Streben nach national-kulturellen Leistungen und sie hat eine große politische Bedeutung. Darum ist clte Begeisterung auch im B.J. C., der ja immer ein Spiegelbilder zionistischen Lage geboten hat, einhellig und kann kaum durch die erfreuliche Tatsache noch vermehrt werden, daß Buncfesbrüder von uns — ursprünglich als Leiter und Oberlehrer Sr die Technikumsmittelschule engagiert — nunmehr in gleicher Stellung unsere Mittelschule in Haifa werden aufbauen helfen und die diesbezüglichen Entschließungen der zionistischen Leitung iiü Unterstützung engerer Freunde schon zu Beginn des Konflikts'in Sinne des endgültigen Resultats zu beeinflussen bestrebt warai. Es darf nicht gesagt werden, daß eine StudentcnorganisaUan keinen Grund hätte, als solche bei derartigen Dingen mitzumachen. Ganz abgesehen davon, dal) es sich um Fragen ckr Jugend, unserer zu nationalem Leben erwachten oder m erweckenden Jugend handelt, ist es Pflicht der akademischen Jugend, bei Fragen von so großer nationaler Bedeutung ihre Stimme und Tat dem Volke zu leihen. Es ist schon befd banal, darauf hinzuweisen, daß überall die Studentenschaft Schrittmacher nationaler Bewegungen gewesen ist. Die Begeisterung auf dem K. T. war denn auch" erfreuliche o o weise eine ganz spontane und bedurfte keiner künstlichen Eit~