Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 6 (30.9.1913)
- Date
- 1913-09-30
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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228 Der Jüdische Student Unsere Keilarbeit brachte uns bereits zwei Aktivmeldungen: Herr stud. iur. Morus und Herr stud. med. Max Hirseh aus Berlin meldeten sich aktiv. Das Semester beginnt am Dienstag, den 14. Oktober 1913, nachm. 3 h. s. t., mit einem Kaffee auf der Kneipe hochofficiell. Wir nahmen Herrn stud. med. Baruch Baruchin aus Jerusalem m den A. C. auf. Personal ia: Ein E. R. fand das Verhalten von Salomon in einer Ehrenangelegenheit korrekt. Ein E. R., der gegen i. a. B. Schalscha wegen Disziplinlosigkeit berufen wurde, vertagte sich bis zum 1. Januar 1914. — Ein E. R. verurteilte Fürth wegen unbundesbrüderlichen Benehmens zu einem Verweis. — D rübin hangt gegen Herrn Stern, Beleger der Burschenschaft Gothia, auf mittlere Säbel. Ein E. Q. lehnte die Forderung von Wöllstein gegen Herrn Moses, Harmonaea, auf schwere Säbel ab. — Es besta.©fen ihr Burschenexamen die Füxe Drübin, Hein, Steinfeld. Hern und Steinfeld wurden rezipiert. Inaktiviert wurde Liemann. — i. a. B. S i ■£ d n e r und Schön bestanden ihr medizinisches Staatsexamen mit „gut". Sik-dner wurde A. H. Arthur Stein bestand sein Referendarexamen und raurde A. H. Henryk Cohn bestand sein chemisches Doktorexanien und wurde A. H. i. a. B. Dr. N a t h a n - Nordegg wurde A. H. A. H. Erich Cohn bestand sein Assessorexamen und verlobte sich mit Fräulein Elisabeth Lesser. A. H. Felix Rosenblüth verlobte sich mit Fräulein Annäe Lesser. 10. September W o 11 s t e i n X a. i. * Heidelberg. Am 26. Juli schlössen wir das schöne Sommersemester. Noch viele Bundesbrüder blieben trotzdem, manche bis in die Mitte des August hinein, in dem ihnen liebgewordenem Heidelberg und konnten sich endlich nur schwer trennen. Darum waren die ersten Ferienwochen eine freudig bewegte Zeit. Bald hoch oben auf der Molkenkur, bald unten am Neckar auf der Stiftsmühle feierten wir fast allabendlich Abschied. Die zielbewußtere Arbeit der Ferien, die K e i 11 ä t i g k e i f, kann erst richtig nach dem Kongreß, auf dem fünf Heidelberger V. j. St.-er erschienen waren, einsetzen. Sie erstreckt sich auf die Bearbeitung der Gegend um Heidelberg, des oberen und mittlerem Badens, der Städte Stuttgart und M a n n - heim, sowie endlich der Pfalz. Bisher machten wir Reisen nach Stuttgart, Pforzheim, Karlsruhe. Mit den Keilfüxen in Mannheim sind wir in täglicher Berührung. Großen Erfolg dürfen wir uns jedoch — abgesehen von Mannheim — nicht von dieser Tätigkeit versprechen, da durch ein-, bestenfalls zweimalige Rücksprache selten ein Keilfux endgültig gewonnen wird. Die Hauptarbeit wird daher im Semester zu bewältigen sein. Das Semester beginnt am Mittwoch den 15. Oktober, 2 h.ct. im neuen Cafe Hohen-