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Der jüdische Student · 1913-08-20 · Heft 5 (20.8.1913) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
10 (1913-1914)
Issue
Heft 5 (20.8.1913)
Date
1913-08-20
Page
[Seite] (sequence 54)
Language
German
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190 Der Jüdische Student Unser Interesse für Palästina wurde gesteigert durch einen Palästinakurs vom A. H. Marcus, der kurz vorher aus Palästina zurückgekehrt war. Zwei hebräische Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene machten uns mit der Sprache der Väter bekannt Viel Anregung bot auch ein vom A. H. Steinitz wöchentlich abgehaltenes philosophisches Kolloquium, dem wir hierfür noch einmal unsern Dank aussprechen. Wir fochten täglich früh von 7—8, veranstalteten wöchentlich Turnspiele, betrieben den Schwimm- und Rudersport und unternahmen Turnmärsche in die weitere Umgebung Breslaus. Der Konnex der Bundesbrüder wurde gefördert durch schöne Kneipen und Bierabende auf der Liebichshöhe und in der Ausstellung, sowie durch stimmungsvolle Bowlenkneipen, gemütliche Teeabende und jüdisch-literarische Abende. Den Höhepunkt der Veranstaltungen des Semesters bildete das schön gelungene Sommerfest in Canth. Natürlich ließen wir uns auch nichts von dem entgehen, was uns die Jahrhundert-Ausstellung bot. An den Feierlichkeiten zur Jahrhundertfeier haben wir uns offiziell beteiligt und chargiert. Wir hoffen, daß diesem in jeder Beziehung erfolgreichen Sommer - Semester ein ebenso schönes Winter - Semester folgen wird. Personalia: Die Bbr. Gilianski, Herrmann, Lew in, Noher, Peyser bestanden ihr Physikum, A. H. S c h u t z bestand das Assessorexamen. A. H. Pinczower bekam einen Sohn. — Frl. Else K o b e r und Frl. Seidel wurden zu Bundesschwestern ernannt. — Vom Präsidium besuchten uns die A. H. A. H. H i r s c h und Herlitz. Ernst A s c h n e r XXX Verein Jüdischer Studenten an der Universität München Farben: Blau-weiß-gelb Kneipe; Bayerstr. 67/69, Briefablage: Cafe Luitpold Wir eröffneten unser 27. Semester mit einer Aktivitas von 12 Burschen und 15 Füxen. Nachdem sich die neu hierher gekommenen Bundesbrüder eingelebt hatten, setzte ein strammer Korporationsbetrieb ein. Für die jüdische Ausbildung wurde durch Vorträge der Bundesbrüder, die Palästina durchreist hatten, sowie durch sonstige Referate und Diskussionsabende gesorgt. Die erfreulichen Kenntnisse der Füxe im Burschen- und Fuxenexamen zeugten von einer eifrigen Beschäftigung mit jüdischer Geschichte und den modernen Fragen im Judentum. Zur körperlichen Kräftigung der Bundesbrüder diente ein sehr strammer Fechtbetrieb, Turnen, Schwimmen, Tennis

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