Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 4 (30.7.1913)
- Date
- 1913-07-30
- Page
- [Seite] (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3537599-3537704-3537708--2930-3541033- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Der Jüdische Student Folgende früheren Ruderer stehen z. Z. in gar keinem Verhältnis zur Ruder-Abteilung mehr: Alfred Adler, Biram, Drey, Robert G i d i o n , Fritz Jacobsohn, Hans Israel, Erich Kretschmer (!), Werner K o h 1 b e r g, Joseph Loewy (!), Melamerson, Meinhold Nußbaum, FriU Pick, Emil Salomon, S i e d n e r , Arthur Stein. Das einzige, was den größten Teil von diesen mit der Ruder-Abteilung noch verbindet, sind die beträchtlichen Schulden, die sie noch haben Es ist bedauerlich, daß alte Ruderer so wenig Verständnis und Interesse haben, daß sie auf Anfragen nicht antworten und nicht einmal einen Semester-Beitrag von M. 3.— bezahlen. Wir werden niemals wirklich gute Arbeit leisten können, wenn alle guten Absichten an der Geldfrage scheitern. Es muß mit der Zeit gelingen, durch die regelmäßigen Beiträge der auswärtigen und unterstützenden Mitglieder einen Reservefonds für besondere Ausgaben, wie etwa die zeitweise Anstellung eines Trainers, zu schaffen. Auch das Kartell unterstützt uns nicht so, wie es seine Pflicht wäre. Seit vorigem Oktober hat außer A. H. D r. Emil Cohn niemand auch nur eine Mark gespendet. Auf unsern Aufruf im vorigen J. St und mehrere persönliche Briefe und einen Appell an sämtliche Berliner Alten Herren haben allein A. H. h. c. Lippmann Bloch und A. H. Dr. A. Pelz reagiert. Die letzte Regatta hat gezeigt, wie groß die Begeisterung für die jüdischen Ruderer ist. Aber wir möchten unsern lieben Alten Herren sagen: etwas „weniger Seele", dafür etwas „mehr Portemonnaie" ist uns lieber. Auch unser Plan, im Boot zum Kongreß nach Wien zu fahren, wird an der Geldfrage scheitern, wenn das Kartell uns die Unterstützung versagt. Ich verweise auf den Aufruf des Präsidiums. 15. Juli Ludwig Davidsohn VERSCHIEDENES Habakuk (V.J.St. Berlin A.H.) schreibt, angeregt durch Hans L e 1 e w e r s Vortrag im V.J. St. Freiburg über „Wesen und Ziele der Richtung Hermann Lelewers" der Redaktion des J. St. folgenden Brief, der vielleicht weitere Kreise interessiert: ------ „Fians Lelevver hat recht. Die Themata unserer Burschenarbeiten und und Diskussionsabende müssen interessanter, aktueller, spannender werden. Ich schlage weiter vor: 2) Das Liebesleben Greifenhagens 3) Hans und Herrmann, eine vergleichende Studie 4) Bub- und Lelew-er 5) Ludwig Strauss als Dichter und Denker