Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 4 (30.7.1913)
- Date
- 1913-07-30
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student wähnen ist hier der Vortrag von A. H. Martin Rosenblüth über den XL Kongreß. Er gab uns eine ausführliche Uebersicht über die Tätigkeit des A. C in der vergangenen Kongreßperiode, führte aus, was in Palästina geleistet wor&n ist und noch geleistet werden muß, und zeigte uns so die Hauptaufgaben des kommenden A. C A. H. Felix Rosenblüth sprach über die Gründung der Maccabaea. -- An 10. Juli hatten wir eine sehr stimmungsvolle Herzlfcier, dk vom Alt- Herren-Bund veranstaltet war. A. H. Kurt B! tun e n f e I d sprach über die Bedeutung Herzls für die jüdische Gegenwart und Zukunft. Dr. Viktor Jacobsohn, Mitglied des E A. C, den wir als Gast begrüßen konnten, erzählte uns darauf persönliche Erinnerungen an Herzl und gab uns durch sie en Bild von der überragenden Persönlichkeit. Zum Schluß fönten einige Rezitationen aus Herzls Schriften etc. Auch Fechten, Turnen, Wandern kommt datm nicht zu. kurz. Der Ausflug nach der Löcknitz wird wolf von allen Teilnehmern nicht so bald vergessen werden. Die 11 jüdische Ruderregatta besuchten wir offiziell. Eine Anzahl Bindesbrüder betätigen sich jetzt im B1 a u - \V e i ß und in der neugsgründeten Sportabteilung des Bar-Kochba.— Mit einer Bewlenkneipe des Alt-Herren-ßundes werden wir das Semester schließen. Personalia: Emil Salomon wurde inaktiviert, Wol Istein erhielt Generaldispens, i. a. B. Erich S i e d n e r bestand sein med. Staatsexamen mit ,,gut". ßuki wurde in Bonn mit dem Starnmveran Maccabaea inaktiviert. Siegfried Silberstein wurde A. H. der Maccabsea. 15. Juli Max Fürth X * _ * * Bonn. Unsere Keilarbeit ist bis zum Ende des Semesters ohne Erfolg geblieben, und es hilft nicht, wenn das Präsidium uns Lässigkeit in der Keilarbeit vorwirft. In Bonn shri nur sehr wenige erstsemestrige Füxe immatrikuliert worden,, und die, welche aktiv wurden, fühlten sich so ungefähr seil Tertia als K. C.-er. Ich möchte hier kurz auf die Lage des V.J. St Bonn eingehen. Unser Verein gleicht durchaus dem seliges Marburger V.J. St. Bonn ist eine Provinzuniversität und wirf kst ausschließlich von Rheinländern besucht. Sind doch auch von uns nur drei nicht Rheinländer. Sicherlich besitzt der V.J. St. Bonn infolgedessen eine ziemliche Festigkeit. Da aber die Abiturienten nach Süddeutschland gehen, so wird es dem V. J. St Bonn wohl nicht so bald möglich sein, aus eigenen Kräften m bestehen. Aus Keilgründen wäre daher ein Fortbestehen nicht erforderlich, wohl aber aus Repräsentationsgründen und als Korporation für die vielen Inaktiven. In der letzten Hälfte des Semesters waren nicht weniger als 17 inaktive Burschen und Examenssemester in Bonn. Der B.J.C wird es sich hoffentlich leisten könne^auch einen Verein bestehen zu lassen, der ihm nur wenige Füxe ztfihren kann.