Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 10 (1913-1914)
- Issue
- Heft 2 (31.5.1913)
- Date
- 1913-05-31
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student Bei jedem Vertrage (Hotels etc.) sind die Preise vorher fest abzumachen. An der Reise dürfen, sich nur gesunde, dirchaus marsclrfähige Leute beteiligen, die bereit sind, alle Stiapazen-mit ihren Reisegenossen gleicherweise zu teilen. Die Zahl der Fahrtteilnehmer sollte 20 nielt überschreiten. Es sind mehrere Gruppen von -Freiübungm und je eine Gruppe von Reck- und Barrenübungen zusammenzustellen und den Fahrtteilnehmern sechs Wochen vorher als OJebungsmaterial zuzustellen, damit in Palästina turnerisch Braushbares gezeigt werden kann. Der Führer oder wenigstens eimr der Wanderer muß der Turnleitung fähig sein. Ebenso ist eine bestimmte Zahl von Wanderliedern in deutscher und hebiiischer Sprache festzusetzen und von den Wanderern auswendig zu verlangen. Mindestens ein Wanderer soll der hebräsehen Sprache mächtig sein. Auf Märschen und des Abends in Städtas darf niemand al 1 ei n ' zurückbleiben (stets Nachhut bestelle^ die sich bei jedem „Halt" beim Führer zur Stelle zu. melden!iat). Es ist eine offizielle Postkarte zu entwerfen urd in genügend viel Exemplaren ausgeführt mitzunehmen. Anskhtskarfen sind beim Bezalel zu bestellen. Vorausgesandte Koffer müssen an eine pers&iliche Adresse aufgegeben sein. ad V: Die Stiefel (nicht aus Kalbsleder) skri mit leichten („Jäger-") Nägeln zu benageln und acht Tage %ov Antritt der Fahrt einzutragen. Es ist für die zweckmäßige Behandlung der Stiefel Oel mitzuführen. Die mitgeführten SMirnpfe müssen ungestopft sein. Wickelgamaschen (am besten „Mhrsgamascheu") geben dem Fuß festen Halt und halten ihn sauboier als gewöhnliche Ueberziehgamaschen. Diese erleichtern dir Beweglichkeit der Gelenke und werden deshalb von manchen aigenelun empfunden; sie sehen außerdem ansprechender aus. Im allgemeinen dürften sich jene für den Marsch, diese für den Stadtätifenthalt am besten eignen. Der Touristenanzug ist am besten aus Lodenstoff, die Hose vielleicht aus Velvet oder Gicd zu wählen. Etwas Geschmack in der Farbe und der ganzm Zusammensetzung des Anzuges schadet nichts. Farbe: gnai oder braun. Kein Kaki! Als Kopfbedeckung empfiehlt sich ein einheitlich zu wählender Lodenhut (vielleicht außerdem waschbarer, hellfarbener Südwester). Gegen Insekten und Sonne,: Binger Damenschleier. Billige Waschstoffanzüge sind in Aegypten, Jaffa und Haifa käuflich (ca. 10 bis 12 Fr.) zu erwerben. Ferner sind außer dem im J. St. IX, 10 Angegebenen noch mitzuführen: 1 Handtuch, 1 Stück Seife zum Waschen der Wäsche (im Tiberiassee), 1 Kleiderbürste pro Grippe, 1 Trinkbecher, 1 Löffel, 1 Spirituskochapparat pro Gruppe 1 elektrische