Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 11 (28.2.1913)
- Date
- 1913-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 55)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 425 Einem B. J. C-er-Brauche folgend hielten wir eine Chanukah- Feier ab, die sehr stimmungsvoll verlief und bei alien Bundesbrüdern einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Der im letzten Sommersemester gegründeten Turnabteilung war es infolge der starken Korona möglich, unter der Leitung von Bbr. Loewenthal Ersprießliches zu leisten; offizielles Fechten (jeden Morgen um 8 Uhr), zweimal in der Woche Schwimmen, sowie offizielle Ausflüge sorgten für unsere körper-, liehe Ausbildung. Besonders die schönen Spaziergänge und Spazierritte in das nahe Siebengebirge, manchmal bei hellem Mondenschein, werden bei allen Bundesbrüdern eine unvergeßliche Erinnerung an dieses Semester hinterlassen. Rodeln und Schlittschuhlaufen, Ausflüge mit Damen, Bowlenkneipen bei Bellinghausen in Königswinter und Bierkneipen beim Aennchen von Godesberg machten das Semester zu einem echt studentischfröhlichen. — Unser Kartellverein hatte in diesem Semester zum ersten Mal die Ehre, den Kartelltag des B. J. C. bei sich begrüßen zu können; weit über hundert auswärtige Bundesbrüder versammelten sich aus diesem Anlaß in Bonn. So haben wir dank der eifrigen Zusammenarbeit aller Bundesbrüder ein gutes Semester gehabt und-nehmen die Erinnerung an angenehme und nützliche Stunden mit fort. Personalia: Ihr Referendarexamen bestanden die Bundesbrüder Tiefenthal und Manko. Tiefenthal wurde A. H. — Ihr Burschenexamen bestanden die Füxe Lippmann, Weiß und Simon. 18. Februar. Otto May X * * * Verein Jüdischer Studenten an der Universität Heidelberg .Farben: Gelb-blau-weiß Kneipe: Ingrimmstr. 16." Briefablage: Cafe Odeon Wieder hat der V. J. St. Heidelberg ein bedeutsames Semester hinter sich, und alle diejenigen, die das Werden dieses jüngsten Sprosses am Baume des B. J.C. verfolgten, werden ihre Freude an ihm haben. Wer glaubte, daß das Wintersemester nach einem so erfolgreichen Sommer einen Ruhepunkt für uns bedeuten würde, der hat sich geirrt. Denn obwohl wir nur die halbe Aktivitas des Sommersemesters hier hatten, war der Vereinsbetrieb doch'durchaus auf der Höhe. Der C. C^ der sich zusammensetzte aus: Alfred Lew in X F.W. - Walter Cohn XX F. M. Nachum Goldmann XXX sah seine vornehmste Aufgabe darin, die Füxe zu guten Juden und. tüchtigen V. J. St.-ern heranzubilden. Dies geschah durch den Füxenunterricht, den Bbr. G o 1 d m a n n erteilte, und zahlreiche