Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 11 (28.2.1913)
- Date
- 1913-02-28
- Page
- [Seite] (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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420 Der Jüdische Student Bbr. K a t z e n s t e i n : Moses und sein Volk (eine psychologische Studie), Bbr. U 11 m a n n: Religion und Nationaljudentum, Bbr. Katzenstein: Deutsch-jüdischer Parnaß, Bbr. Ichenhäuser: Das jüdische Nationalitätsproblem. Für die körperliche Ausbildung sorgte ein strammer Fecht- und Turnbetrieb; daneben nutzten wir die Gelegenheit, Wintersport zu treiben, in vollstem Maße aus. Während wir auf der einen Seite unsere jüdische Ausbildung nach Kräften zu vervollkommnen strebten, ließen wir andererseits die studentische Freiheit zu ihrem Recht gelangen. Bei unserer kleinen Korona war der Zusammenschluß der Bundesbrüder recht eng. Wir machten gemeinsame Ausflüge in die schöne Umgebung Freiburgs, oft begleitet von der stattlichen Zahl unserer Verkehrsdamen, die außerdem an einer von uns veranstalteten Tanzstunde teilnahmen. Gemütliche Bowlenkneipen waren an der Tagesordnung. Wir schlössen unser Semester würdig mit einem großen Kommers und anschließendem Ball. Mit dem Erfolg unseres Semesters können wir in jeder Hinsicht zufrieden sein; denn in keinem Wintersemester war bisher das Vereinsleben so intensiv wie in diesem. jPersonalia: I. a. B. R o t h s c h i 1 d wurde A. H. — I. a. B. Dukas bestand sein juristisches Doktorexamen mit „gut'-. — A. H. Pick (V. J. St. Berlin) wurde auch Freiburger A. H. IQ. Februar Max Ichenhäuser X Verein Jüdischer Studenten an der Universität Straßburg Farben: Blaii-weiß-gtib Kneipe: Restaur. Elsasser, Manteuffelstr. Brief abläge: Cafe Hof mann, Brogliepl Wir eröffneten unser 23. Semester am IS. Oktober 1912 mit einer ansehnlichen Korona.. Die Chargierten des Semesters waren: Alfred A d! e r X F. M. Gaston Saiomon XX W. F. M. Walter Silberbach XXX S.W. In den wissenschaftlichen Fuxenunterricht teilten sich die Bundesbrüder Willy Meyer und Oaston Saiomon; Komment unterrichtete Adler. — Das Semester war ausgefüllt durch ruhige, nach innen gerichtete Arbeit Sie kam vor allem der Erziehung unserer Füxe zugute, für deren jüdische Ausbildung neben den üblichen Fuxenstunden ein Zyklus von Fuxendiskussionen sorgte. Daneben gaben uns eine Anzahl von Preßreferaten und Vorträgen, an die sich lebhafte Diskussionen anschlössen, vielfache Anregungen. An Vaträgen stiegen: