Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 10 (28.1.1913)
- Date
- 1913-01-28
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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324 Der Kartelltag mißbilligt, daß der Bezirksverband Rheinland- Westfalen gegen den Rat des Präsidiums eine öffentliche Erklärung im Cölner „Israelitischen Gemeindeblatt'4 veröffentlicht hat-, wird mit Stimmengleichheit abgelehnt. Der Kartelltag bringt jedoch zum Ausdruck, . . - daß die Ablehnung nicht der Ansicht entspringt, §34 der K.-O. finde auf Bezirksverbände und Altherrenbünde keine Anwendung. ' V. (Die Numerierung der Anträge entspricht derjenigen im J. St. S. 291 .ff:) Der Kartelltag beschließt: 1. Von jedem Y. J. St.-er wird ein B. J. C -Beitrag von mindestens 5 M. pro Semester erhoben. 2. Der § 28 der Kartellordnung : „Die Mitglieder des Präsidiums zahlen die Beiträge an die Präsidialkasse" usw. wird gestrichen. 3. Jeder Bezirksverband hat an den Keilfonds einen Semestermindestbeitrag von 25 M. zu zahlen. Der Bezirksverband Berlin zahlt für jedes Mitglied einen Semesterbeitrag von t M. Der Antrag (Straßburg) 4 wird abgelehnt. Antrag 5 wird mit folgender vom Präsidium vorgeschlagenen Abänderung des § 61 angenommen: Wer ohne Ueberweisung durch das Präsidium einen anderen Karteltverein oder eine fremde Universität aufsucht oder einer ausgesprochenen Ueberweisung nicht Folge leistet, wird auf Antrag des Präsidiums vor den Ehrenrat desjenigen K.-V. gestellt, dem er im vergangenen Semester angehört hat. Das Präsidium ernennt den Ankläger. Antrag (Bonn) 6 wird abgelehnt. Antrag (Freiburg) 7 ist durch Antrag 5 erledigt und Antrag S wird zurückgezogen. 9. Der Antrag des Präsidiums: „Der Kartelltag erteilt dem V. J. St. München wegen seines Verhaltens bei den Ueberweisungen im W.-S. 19tt/12 eine scharfe Rüge" wird angenommen. 10. Der Kartelltig bestätigt den Beschluß des Präsidiums vom 15. Mai 1912 betr. Liquidation der Marburger Schulden. Der Kartelttag beschließt gemäß der vom Präsidium vorgeschlagenen Abänderung: Der V. J. St. Heidelberg hat zur Tilgung der Marburger Schulden bis zum 15. Juni 1913 an das Präsidium 250 M. zu entrichten. Antrag 12 wird zurückgezogen. Der Antrag Erich Cohn: Der Kartelltag bittet A. H. Emil Cohn im Interesse der Propaganda die unbeschränkte Vertreibung des Sonderdruckes „Probleme im modernen Judentum" zu gestatten, wird angenommen. Antrag 13 betr. Stellungnahme der Kartellvereine zur unbedingten Satisfaktion wird zurückgezogen und. folgender Beschluß gefaßt: Der K. T. erneuert die Bitte des vorigen Kartelltags, das Präsidium möge Material in der Satisfaktionsfrage sammeln und die Satisfaktionsfrage auf die Tagesordnung des nächsten K. T. setzen. ■ ^. Aus der Debatte heraus wird der Antrag auf Einführung der unbedingten * Satisfaktion gestellt, wird aber von Rosenkranz, der die Verhandlungen leitet, nicht zugelassen, da ein so weitgehender Antrag erst im Kartell besprochen werden müsse. Der Antrag 13 a