Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 9 (17.12.1912)
- Date
- 1912-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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29S Der Judische Student Präsidium überläßt es der Entscheidung des Kartelltags, ob diese Anträge zur Verhandlung gelangen sollen. Das Mensurabkommen mit dem K. Z. V. ist von der Tagesordnung des Kartelltags abgesetzt. Die Vorlage betr. die Behandlung von Tendenzanträgen befindet sich in den „Materialien zum XII. Kartelltag41. Im übrigen werden das Programm, die Tagesordnung, die Anträge und die Thesen nicht noch einmal gesondert veröffentlicht werden. Die Delegierten werden daher ersucht, die beiden letzten Hefte des J. St. zu den Verhandlungen des Kartelltages ihrerseits mit* zubringen. In den „Materialien zum XU. Kartelltag," die in den nächsten Tagen erscheinen und den Kartellvereinen, den Bezirks-, verbänden und den Delegierten zugehen werden,": befinden sich ausführliche Tätigkeitsberichte der Präsidiumsmitglieder. Die Berichte werden dem Studium der Delegierten empfohlen. Sie sollen die Grundlage der Verhandlungen über die Tätigkeit des Präsidiums bilden und werden auf dem Kartelltag selbst nur durch kurze Resumes ergänzt werden. t^m . * Unbedingte Satisfaktion Von -Siegfried Rosenbaum (Königsberg) Wir übernahmen das Mensurwesen der deutschen Studentenschaft in Konsequenz unseres Daseins als akademische Korporation. Obwohl wir in diesem Mensurwesen eher ein unserer jüdischen Erziehungstendenz hinderliches Moment sahen, glaubten wir doch den äußeren Momenten insoweit Rechnung tragen zu müssen, daß wir den Verein als solchen für unbedingt Satisfaktion gebend erklärten (II. u. XI. K. T), andrerseits jedoch dem einzelnen V. J. St.-er seine Stellung zur Satisfaktion überließen, wofür uns allgemeine jüdische Anschauungen und die Rücksicht auf die Keilarbeit maßgebend waren. Während uns aus dieser Praxis bisher kaum Schwierigkeiten erwuchsen, ist nunmehr durch die an einzelnen Universitäten in Angriff genommene Gründung von sogenannten „Schwarzen Ringen" eine Aenderung eingetreten; diese losen Vereinigungen