Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 9 (1912-1913)
- Issue
- Heft 3 (24.6.1912)
- Date
- 1912-06-24
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Jüdische Student 95 Protokolle IX. Sitzung vom 15. Mai 1912 Beginn 9\4 h. Anwesend : Herzberg, Schwarz, B a e r , B i 1 e s k i , H i r s c h f e 1 d, ferner Erich Cohn und Henryk C o Ii n. \7m\ Rose n.b I ö t h liegen schriftliche Meinungsäußerungen vor. In der M ii n c h e n e r U e b e r w e i s u n g s a n g elegen Ii eit liegen Berichte des V. J. St. München vor. Das Präsidium nimmt von der Dimission B r a n d ' s Kenntnis. Der Bericht einer von dem K. V. Minchen eingesetzten Untersuchungskonimission erscheint in wesentlichen Punkien unbefriedigend. In der Statutenfrage stellt die Kommission auf dem Sigridpunkt, daß sich die Ueberweisungstätigkeii nur auf Bundesbrüder erstreckt, die überwiesen werden wollen. - Folgende Resolution wird beschlossen«: Gemäß § 29 KO. hat das Präsidium die Ptlicäut, „die Beschlüsse des Kartelltags auszuführen und deren Innehaltiu^ und Ausführung zu überwachen". Das Präsidium ist daher berechtigt und verpflichtet, die Beschlüsse des Kartelltags in Zweifelsfälleaa zu interpretieren. Auf Grund dieser Erwägung und in der Uebcrzeangung, daß anders eine zweckmäßige Ueberweisungstätigkeit praktisch unmöglich ist, interpretiert das Präsidium die UeberweisungsVorschriften der Kartellordnung bis zur authentischen Interpretation durch den 12. Kartelltag vorläufig dahin, daß das Präsidium und die Koauveute befugt sind, ihre Ueberweisungstätigkeit ohne Einschränkung mi alle aktiven und inaktiven Bundesbrüder zu erstrecken. Ein Konflikt Bbr. Arthur Stein's mit einem Heidelberger Bavaren soll in gütlicher Weise beigelegt werden. Zur Liquidation der Schulden des V. J. St. Marburg werden Beschlüsse gefaßt. (Vgl. den Bericht von Henryk Cohai im vorigen j. St.» Schluß 10 lu X. Sitzung vom 10. J u n i 1912 Beginn 93 4 h. Anwesend : Rosenkranz, R o s e n b 1 ü t h , \ \ e r z 1» e r g , B i 1 e s k i, B a e r, Hirse h f cid; ferner Henryk C <o h n. Seh w a r z fehlt entschuldigt. In der Angelegenheit der M ü n c h e n e r U e b e r \v e i s u n g e n wird festgestellt, daß der Vorschlag der Münchener Untersüichungskommission bezüglich der Ferienkommission angenommen worden ist, bevor der angekündigte Brief, in dem das Präsidium zu' diesem Vorschlag Stellung nahm, eingetroffen war. Dieser Vorschlag tautet: