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Der jüdische Student · 1912-02-28 · Heft 11 (29.2.1912) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 11 (29.2.1912)
Date
1912-02-28
Page
[Seite] (sequence 60)
Language
German
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388 Der jüdische Student Preßüberfälle. Wir wollen eine Auseinandersetzung mit den Ideen des K C. herbeiführen und wir glauben nicht, daß dieser Kampf dem Ansehen der jüdischen Studentenschaft schaden wird. Das allein war auch die Absicht von Bbr. Dr. Albert Baer, in dessen nur für Bundesbrüder bestimmtem Artikel nicht gesagt zu werden brauchte, daß der K C. um die Entwicklung des jüdischen Studententums in Deutschland auch gewisse Verdienste hat. Wir bekämpfen die Ideen des K G — mit der Leidenschaft, derer dieser Kampf würdig ist —, weil wir der ernsten Ueberzeugung sind, daß sein Standpunkt eine Gefahr für die Erhaltung des Judentums bedeutet. Unsere Ansicht hierüber haben wir oft und auch in diesem Heft an anderer Stelle auseinandergesetzt! Alle Resultate moderner jüdischer Forschung beweisen unwiderleglich, daß der Fortschritt der Emancipation die Auflösung des Judentums beschleunigt, wenn nicht eine starke jüdische Idee das Gegengewicht hält. Die jüdische Jugend ringt nach einer neuen Auffassung des Judentums, die es ihr ermöglicht, aus inneren Gründen Jude zu sein. Der Kampf gegen den Antisemitismus ist notwendig, — und wir wären in ihm mit dem K- C zusammengegangen, wenn er nicht jede jüdisch - studentische Gemeinschaft mit ihm zur Unmöglichkeit gemacht hätte. Aber wir bestreiten, daß der Kampf gegen den Antisemitismus gleichbedeutend ist mit einer Anschauung des Judentums, die dem Einzelnen sein Judentum als eine seelische, nicht von außen her aufgezwungene Notwendigkeit erscheinen läßt. — Die K G-Blätter berichten auf Seite 120, daß ein Fux der Licaria im letzten Semester über das schöne Thema referierte: „Warum bleiben wir Juden, abgesehen vom Feigheitsprinzip?" Er hat mit seiner Frage, will uns scheinen, an das Problem des K C gerührt! — Indem wir diese Erwiderung der Oeffentlichkeit übergeben, erklären wir, daß die Angelegenheit hiermit für uns erledigt ist. Wir werden in dieser Polemik das Wort nicht mehr ergreifen, soweit es sich nicht um die Frage des i(. C-Oeda n k e n s handelt. Wir verzieht em auf Rückgabe des uns gehörigen Exemplars des „Jüdischen

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