Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 10 (23.1.1912)
- Date
- 1912-01-23
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Der. jüdische Student 325 P e r s o n a 1 i a: Fritz Pick hat das Referendarexamen bestanden und wohnt jetzt in Exin (Regbez. Bromberg). Fritz Eckstein, der sein Staatsexamen gemacht hat, ist k. k. Auskultant in Leitmeritz. A. H. Max Levy hat einen Sohn bekommen. A. H. Dr. Albert Qolb erg verlobte sich mit FrL Birkenheim aus Warschau. Das Austrittsgesuch von Bbr. K s i n s k i wurde genehmigt. Durch Ehrenratsurteil wurden wegen Disziplinlosigkeit Bbr. Kirschner mit einer verschärften Rüge, die Bbr. Sultan und P o d b i e 1 s k i mit einer Rüge bestraft. 15. Januar L e 1 e w e r X Breslau. Das Vereinsleben steht nicht auf der erforderlichen Höhe. Dies ist bei der Zusammensetzung der Aktivitas auch nicht möglich. Wir richten unser Hauptaugenmerk auf die Zukunft. Lebensbedingung ist für uns die Frage, wie wir neue Füxe gewinnen. Leider ist unter den jüngeren Leuten, die Zeit haben, keiner, der fähig zu intensiver persönlicher Keilarbeit wäre. Deshalb haben wir beschlossen, von geeigneten Bundesbrüdern Vorträge über den B. J.C vor einem geladenen Forum von Keilfüxen und Bürgern halten zu lassen. Wir bitten die Bundesbrüder, die vom Präsidium die Aufforderung zum Reden erhalten, wenn irgend möglich sich zur Verfügung zu stellen. Wir werden ferner in den Ferien die Keilarbeit in Posen und besonders in Oberschlesien soweit als möglich unterstützen. Auch unsere alten Herren haben wir für unsere Lage interessiert und einen Bezirksverband Bresl au gegründet, zu dem auch die alten Herren von Nieder- und Mittelschlesien gehören sollen. Vom B. V. erhoffen wir nicht nur eine dauernde Interessierung der Alten Herren für die Korporation und die Herstellung eines engeren Konnexes unter ihnen, sondern vor allem auch eine Unterstützung der Keilarbeit. Wir richten an alle Bundesbrüder im Kartell, die ernsthaft arbeiten wollen, die Aufforderung, hierher zu kommen und zu bewirken, daß eine der ältesten und ehemals blühendsten B.J. C.¬ Korporationen wieder den Aufschwung nimmt, den sie nehmen will, aber durch die seit Semestern mangelnden geeigneten Kräfte nicht nehmen kann. Den K. T.-Bericht erstattete Bbr. Glaser. Besonders eingehend wurde die Lage der russischen Kliniker an unserer Universität erörtert, deren Zahl 80 beträgt. Die zwei in Betracht kommenden Bundesbrüder wurden beauftragt, in die Kiinikerschaft einzutreten und die Interessen unserer russischen Brüder wahrzunehmen.