Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 8 (24.11.1911)
- Date
- 1911-11-24
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 253 engeres Verhältnis zueinander treten werden, als es sonst in Berlin üblich ist. Um die jüdische Ausbildung zu fördern, hat sich A. H. Alfred Wolff bereit erklärt, einen seminaristischen Kurs abzuhalten, von dem wir uns alle sehr viel versprechen. Außerdem wird der B.J. C. Berlin Vorträge von prominenten jüdischen Persönlichkeiten halten lassen. Vor Weihnachten werden sprechen: Herr Dr. Nathan Birnbaum, A. H. Dr. Emil Cohn und A. H. B 1 u m e n f e 1 d. Personalia: I. A. B. H o r o v i t z und Rosenfeld wurden A. H. Inaktiviert wurden Karl Kahn und Alex L e v i n. Oeneraldispens erhielten a. B. P o h 1 y und Fux Rosenthal. Ein E. R. verurteilte Bbr. Felix Rosenblüth I wegen unbundesbrüderlichen Benehmens zur Dimission auf vier Wochen. Ehrenräte gegen Alex L e v i n und L e 1 e v e r sprachen diese frei [wovon? s. ERO § 48 D. R.] I. A. B. B e n e n s o n erhielt vom E. R. einen Verweis. Unser Fux B ö n h e i m wurde als unbrauchbar abgegeben. Dem Fuxen Leo L e v i n wurde eine Chargenpartie der Rheno-Silesia-Bonn überbracht; Fux Markiewitz hängt gegen Herrn D u d z i k-Macariae (Würzburg) auf s. s. 15. 12. November Glaser X * * Breslau. Nachdem von den versprochenen 6 Ueberweisungen glücklich zwei Bundesbrüder hier eingetroffen waren, konnten wir das Semester mit vier Burschen und zwei Füxen eröffnen. Von den vier Bundesbrüdern, die hierher überwiesen waren, hat das Präsidium trotz gegenteiliger Zusicherung drei, ohne unsere Zustimmung und ohne uns irgendwie zu benachrichtigen, nach Berlin überwiesen. Und dabei ist Berlin überreichlich stark. Trotz großen Aufwandes von Arbeit seitens der Inaktiven ist es nicht gelungen, Keilerfolge aus der Stadt Breslau zu erzielen. Allerdings ist zu berücksichtigen, daß einige aussichtsreiche Abiturienten durchgefallen sind, bei anderen eine Aufnahme aus gewissen familiären Gründen, die sich nachträglich auf unsere Erkundigung herausstellten, nicht möglich war, und die wenigen übrigen, aus jüdisch gänzlich indifferenten Familien stammenden Keilfüxe von vornherein den hier sehr angesehenen und gesellschaftlich die Hauptrolle spielenden akademisch-wissenschaftlichen Vereinen sicher waren. Die Immatrikulation auswärtiger jüdischer Studenten ist hier ganz gering. Es meldete sich aktiv und wurde in den A. C. rezipiert stud. med. Q i b i a n s k i aus Wa r s c h a u. Auch Herr Pick