Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 7 (10.10.1911)
- Date
- 1911-10-10
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 209 Sitzung vom 4. September Beginn 9 h. c. t. Anwesend: Rosenkranz, H o r o v i t z, K n e 11 e r, Koref. Kretschmer und Schwarz fehlen entschuldigt. Das Präsidium nimmt Kenntnis von Rafael Straus' Bereitwilligkeit, ins Präsidium einzutreten; da nach seiner Mitteilung auf eine rege Tätigkeit seinerseits nicht zu rechnen ist, wird beschlossen, sein Anerbieten als den Interessen des B. J. C. nicht dienlich abzulehnen. — Hirsch wird dann in einigen Wochen nach seiner Rückkehr nach Berlin dem Präsidium weiter angehören. Von Bbr. Edgar W e i 11 liegt ein ausführlicher Bericht vor über die Verhandlungen in Basel betreffend die Gründung der allgemeinen zionistisch-studentischen Organisation. Die Stellungnahme der V. J. St-er war durch den vom Präsidium nach Basel gerichteten Brief von vornherein gegeben. Die zurzeit in Frankfurt a. M. weilenden Bundesbrüber haben aus dem B. V. Frankfurt a. M. des B. J. C. einen Ferialverband gemacht, der später jeweils von dem Ferien-C. C. des zukünftigen V. J. St. Heidelberg geleitet werden soll. Über die gegenwärtige Keilarbeit in Frankfurt selbst liegen noch keine Berichte vor. K n e 11 e r teilt mit, daß die ursprünglich für Anfang August geplante Keilkneipe in Karlsruhe am 13. September steigen soll; die Vorbereitungen treffen A. H. G o i t e i n und ein Straßburger Bundesbruder; es soll gleichzeitig auch eine Tagung des B. V. Baden stattfinden. Der Stand der Ueberweisungen ist nach H o r o v i t z' Bericht nicht befriedigend; die Befugnisse des Präsidiums sind den mehr oder minder stichhaltigen Gründen der Bundesbrüder gegenüber oft ohnmächtig. Viel Sorge macht noch immer Breslau; es besteht kaum die Aussicht, hinlängliche Ueberweisungen dorthin zu erwirken. Auch die bisherigen Versuche, für Heidelberg eine genügende Anzahl brauchbarer Burschen zu gewinnen, sind wenig glücklich gewesen. Immerhin können die Chargen besetzt werden. Wir werden die Heidelberger, Frankfurter und Marburger Bundesbrüder beauftragen, die technischen Vorarbeiten zur Gründung Heidelbergs zu leisten.