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Der jüdische Student · 1911-10-10 · Heft 7 (10.10.1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 7 (10.10.1911)
Date
1911-10-10
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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204 Der jüdische Student Unfruchtbarkeit des B. J. G, über die geringen Keilerfolge und wie man sonst noch dieselbe Not anders ausdrücken mag. Es sind nun von verschiedenen Seiten die verschiedensten Vorschläge gemacht worden, durch großzügige Veranstaltungen, pomphaftes Auftreten des B. J. G dort, wohin eine Anzahl Keilfüxe zusammenzutrommeln ist, durch Keilkneipen, Keilreisen, durch Entsendung geeigneter Tendenzredner, Fidulitätenmacher u. dergl. die Zahl der neuen Füxe und den V. J. St. zu vergrößern. Man hat bei allen diesen wohlgemeinten Ratschlägen an die Hauptsache vergessen: daß zum Keilen, wie es gehandhabt werden muß, um den Erfolg für sich zu haben, Geld, Geld und wieder Geld gehört. Woher die Mittel nehmen, um die vitalsten Bedürfnisse der Corporation zu befriedigen, um dem B. J. G einen Nachwuchs, eine Zukunft zu schaffen, wenn alle Kassen vor Leere gähnen? Liebe Bundesbrüder! Seit einem Semester ist die Keüarbeit im Präsidium zentralisiert, seit einem Semester besteht durch Einrichtung eines eigenen Büros die Möglichkeit, jeden V. J. St.-er durch eifrige Korrespondenz mit ihm, durch stete Kontrolle seiner Arbeit, seiner Versprechungen persönlich zur intensiven Mitarbeit heranzuziehen, dadurch Möglichkeiten für erfolgreiche Keilveranstaltungen im Reiche zu erkunden, im Bedarfsfalle den einzelnen zu Keilreisen usw. zu veranlassen. Schon ist das Interesse der einzelnen V. J. St.-er und die Freude am Keilen, besonders infolge des steten Antriebs vom Keilressort, gestiegen, auch ein größerer Erfolg als in den letzten Semestern scheint sich bereits ahnen zu lassen. Nur ein leidiger Mangel legt willige Kräfte immer und immer wieder lahm; der Mangel an Mitteln, die uns erst die rechte Bewegungsfreiheit gewähren und nicht alles nur bis zur Hälfte gedeihen lassen, weil das Ganze, das richtig Durchgeführte zu große Ausgaben verursacht. Aus diesen Gründen ruft das Präsidium alle Alten Herren, denen das Gedeihen des B. J. G am Herzen liegt — und wir hoffen, daß sich hier keiner ausschließen wird — zur Gründung eines Keilfonds auf, der uns die Mittel an die Hand geben soll, in der vielleicht wichtigsten aller B. J. G-Fragen fruchtbar zu arbeiten, uns einen Stamm junger Leute zu schaffen, die unsere Idee zu verbreiten und das Erbe der Alten Herren fortzuführen

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