Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 5-6 (20.9.1911)
- Date
- 1911-09-20
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student 175 Den Unterricht Rosenfelds übernahmen nach seinem Weggange A. H. Dr. Pelz und A. H. Dr. Löwenherz. Die Füxenstunden fanden mehrmals wöchentlich statt. In ihnen mußten die einzelnen Füxe Referate über verschiedene Themen jüdischen Inhalts halten. In den A.C. neu aufgenommen wurden: jur. Max L o e n e aus Lobscus (Posen), jur. Leop. Israel aus Neumark W.-Pr., jur. Siegm. G i n s b u r g aus Königsberg. Es wurde fünfmal wöchentlich unter Leitung von Bbr. Rosenow und Bbr. Jacks gefochten. Außerdem leitete ersterer einen Sekundantenkurs. Zwecks weiterer körperlichen Ausbildung turnten wir offiziell im „Neuen Turn- und Sportklub" mit. — Bbr. F e i n s t e i n leitete einen hebräischen Sprachkurs, der für alle Aktiven vom 2. Semester ab offiziell war. Ueber die Vorträge ist zu bemerken, daß naturgemäß im Sommersemester schon wegen der Kürze die Zahl eine geringere ist als im Wintersemester. Jedoch hielten u. a. Vorträge: A. H. Dr. R o s e n f e 1 d über „Deutsches Studentenwesen", Bbr. Rosenow über „Das Ugandaprojekt". Außerdem wurden mehrere Zeitungsreferate gehalten. Der Zusammenschluß der Bundesbrüder war ein sehr enger; man traf sich täglich außer auf der Kneipe auch in unserm Boot auf dem Schloßteich. Ferner unternahmen wir viele gemeinsame Ausflüge in die schöneUmgebungKönigsbergs, besonders an dieSee. Einen Tagesausflug machten wir gemeinsam auf ein Out bei Bartenstein auf Einladung des Herrn Rechtsanwalt Dr. jur. Jacoby dort. Von sonstigen Veranstaltungen sind zu nennen in erster Linie unser wirklich schön verlaufenes Sommerfest in Zinten, im „Ausland". Kaffeetafel, Spiele im Freien, darunter Scheibenschießen für Damen mit Preisen, Kommers, Vorträge jeglichen Genres, Tanz, Feuerwerk und Fackelpolonaise bildeten das Programm. Ferner unsere übliche Maibowle, unter starker Beteiligung der jüdischen Bürgerschaft Königsbergs, bei der A. H. Dr Pelz die Tendenzrede hielt. Auf einer andern Kneipe hatten wir die Freude, Herrn Oberlehrer Dr. Mossinsohn vom hebräischen Gymnasium in Jaffa (Palästina), ferner unsern verehrten Freund, Herrn Amtsgerichtsrat Blumenfeld aus Insterburg, und unsern lieben A. H. Kurt Blumenfeld selbst zu begrüßen. Unser langjähriger Freund Herr Konsul Minkowski beschenkte uns mit einem Genußschein der „Erez-Israel-Gesellschaft". Mit dem Erfolg dieses Semesters können wir in jeder Hinsicht sehr zufrieden sein. Zu Ferienchargierten wurden gewählt: med. E. Dresel, mal E. Jacks S. W., med. dent. F. Rosenow K. W., II. Fließstr. 3.