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Der jüdische Student · 1911-07-20 · Heft 4 (20.7.1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 4 (20.7.1911)
Date
1911-07-20
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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Der jüdische Student 127 Personalia: Bbr. Steinitz wurde nach Ablegung des Burschenexamens in den B. C. rezipiert. Unseren Fuxen Aron gaben wir als unbrauchbar ab. Bbr. Alex Lewin bestand sein Examen an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums mit „gut", Bbr. Horovitz sein medizinisches Staatsexamen, Bbr. Danziger seinen medizinischen Doktor. Ein B. C. ernannte Herrn Rabbiner Dr. Friedrich Weiß aus Eger, der einst als O. V. G. aufgenommen worden war, zum A.H. 8. VII. 11. Bert hold Gold stein X Breslau. Das Vereinsleben ist, so gut es die geringe Aktivitas gestattet, ziemlich rege. Wenn das Semester nicht allen Anforderungen entspricht, die an ein gutes V. J. St.-er Semester gestellt werden müssen, so liegt dies einfach daran, daß die Aktivitas aus Leuten besteht, die unter normalen Verhältnissen schon inaktiv sein würden. Trotzdem aber sind die Vereinsveranstaltungen sehr häufig, es wird fünfmal in der Woche gefochten und Vorträge, Kneipen und Ausflüge wechseln miteinander ab. Zwei Veranstaltungen gab es im vergangenen Monat, wo es uns vergönnt war, fast sämtliche A. H. A. H. Breslaus bei uns zu begrüßen. Es war dies zunächst am 25. Juni bei einem Ausfluge nach Skarsine, zu dem unsere Bundesschwestern und die bei uns verkehrenden Damen den V. J. St. eingeladen hatten. Der Ausflug verlief sehr nett; am Abend gab es auf unserer Kneipe ein lukullisches Abendbrot und eine wunderbare Bowle, gleichfalls von den Damen spendiert. Der darauf folgende, übliche Tanz hielt Bundesschwestern und Bundesbrüder noch einige Stunden zusammen. Das zweite Mal war es am 29. Juni bei einem hochoffiziellen Konvent, der zwecks Reorganisierung des Bezirksverbands Breslau bzw. Neugründung eines Bezirksverbandes der A. H. A. H. von Mittel- und Niederschlesien einberufen war. Wir gingen von der Ansicht aus, daß an den schlechten Erfolgen des V.J.St. Breslau in den letzten Semestern zum Teil die geringe Mitarbeit unserer A.H. A.H. schuld sei; wir glaubten, daß eine straffe Organisation unserer Alten Herren, wie sie in anderen Landesteilen besteht, hier Hilfe schaffen könnte. Die Aussprache auf diesem Konvente führte jedoch zu keinem positiven Resultate, da unsere Alten Herrn eine straffe Organisation in Breslau als zwecklos erachteten. Am 17. Juni sprach A. H. Steinitz bei uns über „Moderne Rassentheorien," Zu diesem Vortrag waren einige Keilfüxe er-

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