Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 8 (1911-1912)
- Issue
- Heft 4 (20.7.1911)
- Date
- 1911-07-20
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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124 Der jüdische Student tragen. Rosenblüth referiert über die Marburger Ereignisse. Ueber die Pistolenaffäre von Bbr. Zamory soll ausnahmsweise mit Rücksicht auf die prinzipielle Bedeutung der Ereignisse im J. St. berichtet werden. Rosenkranz wird beauftragt, hierüber zu schreiben. Dem Präsidium liegt das ausführliche Protokoll des Marburger Conventes vom 12. Juni er. vor, der sich mit der Lage des V. J. St. Marburg beschäftigt hat. Rosenblüth spricht über seine persönlichen Eindrücke in Marburg. Das Präsidium beschließt einstimmig, beim B. C. des V. J. St. Marburg den Antrag auf endgültige Suspension zu stellen. Blumenfeld berichtet über den V. J. St. München, über dessen Arbeit er sich im allgemeinen anerkennend ausspricht. Bbr. Blankenfeld ist, wahrscheinlich im Hinblick auf seine zionistische Gesinnung, die Aufnahme in den jüdischen Jugendbund in Greifswald durch den Vorstand verweigert worden. Eine Eingabe, in der er um Angabe der Gründe bat, hatte negativen Erfolg. Es wird Blankenfeld empfohlen, zunächst beim Verbandsvorstand Beschwerde einzulegen. Gegen die Teilung des Bezirksverbandes Baden hat sich nunmehr auch der V. J. St. Straßburg ausgesprochen. Es wird beschlossen, entsprechend einer Anregung vom A.H. Goitein, die Angelegenheit in Basel in einer Besprechung zwischen Vertretern des Präsidiums und des Bezirksverbandes zu regeln. Es wird beschlossen, denjenigen Inaktiven und Aktiven, die ihre Kartothekzettel nicht eingesandt haben, eine Poena von 1 M. aufzuerlegen. Der V. J. St. Königsberg hat versprochen, die Gründung einer Schülervereinigung in Königsberg in die Wege zu leiten. Die Angelegenheiten München - Cohn (Dahlemiae) sowie Freiburg-Wunderlich (K. Z. V.) - Siedner-Bötzel sind endgültig gütlich geregelt. Schluß der Sitzung 972 Uhr.