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Der jüdische Student · 1911-05-20 · Heft 2 (20.5.1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
8 (1911-1912)
Issue
Heft 2 (20.5.1911)
Date
1911-05-20
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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68 Der jüdische Student. durchaus nicht begreifen wollen, daß wir überall möglichst frühzeitig auf dem Platze sein müssen, und daß sie noch nicht einmal zum Antrittskonvent zur Stelle waren! Der K. C, gegen den sich unsere Keiltätigkeit fast allein richtet, war gleich in den ersten Tagen mit aller Anspannung tätig und hatte sogar ganz alte Semester noch in Couleur gesteckt! Ganz gewiß sind uns zwei bis drei Füxe durch die Säumigkeit einiger Bbr. Bbr. verloren gegangen. Wenn wir trotzdem Keilerfolge haben, liegt das an der eifrigsten Anspannung jedes einzelnen, mit der wir dann die Keilarbeit aufnahmen, und an dem System, mit dem wir sie durchführen. Über die Erfahrungen, die wir dabei gewannen, werden wir im Juni-Heft berichten. Nachstehend unsere Erfolge: In den A. C. wurden rezipiert: jur. Edgar Grüneberg aus Cöln, med. Willy Noher „ Tarnowitz, med Erich Bönheim „ Alienstein, med. Leo Lewin „ Mühle Sissero bei Gollub, jur. John Lewy „ Braunschweig, jur. Bruno Nathan „ Hamburg, jur. Heinrich Sass „ Ailenstein, jur. Erich Kallmann „ Wronke, med. Arthur Weinmann „ Alzei, med. David Loebenberg „ Wachtersbach, jur. Otto May „ Cöln. Herr Toeplitz med., 3. Semester, aus Hamburg wurde O. V. G. Herr Oelsner jur. aus Gnesen meldete sich aktiv. Wir suchten die Keüarbeit, so gut es gehen wollte, in den Vereinsbetrieb hineinzuziehen, um so das Vereinsleben nicht allzu sehr zu schädigen. Es hielten Vorträge: I. A, B. Dukas über: „Die Lage der Juden in Deutschland''. A. H. Dr. Eschelbacher über: „Juden und Judentum in der Romanliteratur der jüngsten Jahre". Wir fechten eifrig, zumal unsere diesbezüglichen Leistungen bis jetzt vieles zu wünschen übrig lassen. In größerer Zahl besuchten wir einige Veranstaltungen des Jugendbundes, der hier in jüdischer Hinsicht auf einem unglaublich niedrigen Niveau steht. So weit noch Zeit übrig blieb, streiften wir in kleineren Gruppen durch die Umgebung. Bei der Straßburger Antrittskneipe ließen wir uns durch drei Bbr. Bbr. vertreten. Zusammenfassend können wir wohl sagen, daß die Aussichten dieses Semesters gute sind. Aktivmeldungen sind noch zu erwarten, unter den Bbr. Bbr. ist Lust zu intensiver jüdischer Arbeit vorhanden. Schlimm ist es indes um die finanzielle Lage unseres Vereins bestellt. Eine große Schuldenlast drückt schwer auf den Verein, noch schwerer auf unser Gemüt, da wir uns

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