Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 12 (März 1911)
- Date
- 1911-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Der jüdische Student. Den Semesterbeginn setzten wir folgendermaßen fest: Dienstag, den IS. IV., 3 h. c. t. Cafe Monopol, Sonnabend, den 22. IV., 8 Ii. c. t. Antrittskonvent. 4. III. 11. Georg Loe w e n her gXa. i. Marburg. In den letzten Wochen wandten wir unser Hauptinteresse den jungen jüdischen Abiturienten zu, indem wir teils am Piatze keilten, teils in der weiteren Umgegend (Büdingen, Gießen, Cassel, Weilburg usw.) mit gütiger Unterstützung der Herren Pedelle Adressen sammelten. Wir hoffen, mit Unterstützung der in Hessen-Nassau ansässigen Bbr. Bbr. in Cassel und Gießen Anfang April Keilkneipen veranstalten zu können. Sehr erschwert wurde unsere Keiltätigkeit am Platze selbst dadurch, daß das gespannte Verhältnis des auf einige Zeit herausgehängten Bbr. Rosenbaum und desgleichen später dasjenige des ehemaligen Bbr. Josef Bachrach zum Vereine und insbesondere den Bbr. Bbr. in der Oeffentlichkeit zu Tage treten mußte, eine Tatsache, die keineswegs zum Ansehen des Vereins beitrug und natürlich bei den Keilversuchen der V. J. A.er nicht unbeachtet gelassen wurde. Namentlich machte uns indessen der ehemalige Bbr. Josef Bachrach Schwierigkeiten. Auf eine von Bbr. Strauß in nicht beleidigender Absicht gefallene Aeußerung hatte B. tätlich reagiert. Wochenlange Bemühungen, die Sache friedlich beizulegen, waren vergeblich, da er es ablehnte, Strauß auf irgend eine Weise Genugtuung zu verschaffen Erst jetzt ist es dem vermittelnden Eingreifen eines auswärtigen Bbr. gelungen, die Sache in genügender Weise beizulegen. In letzter Stunde sind wir durch das Verhalten Bachrachs dem Verein gegenüber gezwungen worden, jegliche Beziehungen zu ihm abzubrechen. Auf eine nur allzuberechtigte Mahnung, seine geringen vom Verein s. Z. ausgelegten Präsidialschulden zu bezahlen, hatte er sich unter Verweigerung der Zahlung eines ziemlich anmaßenden und chikanierenden Tones in seinem diesbezüglichen Schreiben bedient.. Ueber Weisungen: med. Salo Bergmann nach München, Sally Wallach med. dent. Ferd. Feidelberg „ Freiburg, med. E. Rosenbaum. „ Berlin. Zum Ferienchargierten wählte der Schlußkonvent den Unterzeichneten. An ihn sind von jetzt ab auch alle Briefe und Geldsendungen zu richten. 28. II. 11. Julius Strauß, med. X a. t. Wettergasse 2, Telefon 318.