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Der jüdische Student · 1911-03-01 · Heft 12 (März 1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 12 (März 1911)
Date
1911-03-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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323 Und besonders erfreulich wäre es, wenn wieder, wie in vergangenen Semestern, für die Mediziner damit die Mode begänne, in Freiburg das Staatsexamen abzulegen. Das Semester beginnt am Samstag, den 22. April 2. ct. Wiener Cafe. Unsere, wie die christlichen Feiertage kommen wieder sehr in die Quere. Der Eine oder der Andere wird sich wohl entschließen müssen, um das Keilen ordentlich in Gangbringen zu helfen, schon früher hierherzukommen. Zu Ferienchargierten wurden gewählt: Dukas, Fuerst (K.W.) Am 19. Februar hatten wir zu einem Jung-jüdischen Abend der Ortsgruppe den Besuch von Straßburger Bundesbrüdern, über Fastnacht den der Bundesbrüder Manfred Zadik und Meinhold Nußbaum aus München. — Bundeschw. Seiine Dukas verlobte sich mit Herrn Woüenberger. 10. III. 11. Dukas. Straßburg i. E. Die Hoffnungen, mit denen wir das Semester begannen, haben sich erfüllt. Der Schlußkonvent war sich einig darüber, daß wir erreicht haben, was wir wollten, und daß das verflossene Semester zu den besten Straßburgs zu rechnen ist. Unsere Tätigkeit sollte sich in erster Linie auf die Erziehung unserer neun Füxe konzentrieren, und gerade in diesem Punkt dürfen wir mit dem Erreichten sehr zufrieden sein. Die meisten unserer Füxe haben sich nicht nur die nötigen theoretischen Kenntnisse angeeignet, sondern sie sind — was wichtiger ist — in die Korporation hineingewachsen, sie sind V.J. Ster geworden: Bundesbrüder, die sich mit uns eins fühlen und gern mit uns -arbeiten wollen. Der Dank dafür gebührt in erster Linie dem streng durchgeführten Fuxenünterricht unseres 1. A. H. Ludwig Mayer und unseres Fuxmajors Kilian Biuhm. Der. praktische Erfolg ihrer Arbeit zeigte sich in dem guten Ausfall des Fuxenexamens, das unsere sämtlichen Füxe bestanden, sechs von ihnen (Meyer, Low, Aron, Insel, Lang, Cahn) mit gut. — Die Ereignisse unseres äußeren Vereinslebens habeich zum Teil schon früher mitgeteilt. Im Februar nahmen wir — fast korporativ — an dem großen Wohltätigkeitsfest des Frauenbundes teil, und wir können mit den Erfolgen der Korporation sowohl wie der einzelnen Bundesbrüder sehr zufriedensein. — Es ist vielleicht gerade hier am Platze darauf hinzuweisen, daß der V. J. St. in Straßbürg eine ganz bedeutende gesellschaftliche Rolle spielt. Es gibt keine öffentliche oder private jüdische Veranstaltung, zu der nicht V. J. Ster geladen würden. Dies möge als Hinweis für alle Bundesbrüder 'gelten, die für gesellschaftlichen Verkehr inklinieren, vielleicht noch mit dem Hinweis

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