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Der jüdische Student · 1911-03-01 · Heft 12 (März 1911) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 12 (März 1911)
Date
1911-03-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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311. Unter anderen Gesichtspunkten beriet das Präsidium ferner erneut über die Begründung eines V. J. St. Heidelberg. Zu berücksichtigen waren die Meldungen der „Vossischen Zeitung" und der „Frankfurter Zeitung'1, nach denen die Eröffnung einer staatlichen Universität in Frankfurt a. M. im Jahre 1914 gesichert ist. Das Präsidium ist zwar der Ansieht, daß in Frankfurt a. M. mit Begründung der. Universität sofort ein V.J. St. aufzumachen sein wird, hat aber einstimmig beschlossen, von der Gründung des V. J. St. Heidelberg nicht Abstand zu nehmen, vielmehr dahin zu wirken daß — eventuell unabhängig von dem weiteren Schicksal des V. J. St. Alarburg — in Heidelberg im' kommenden Wintersemester aufgemacht wird. Das Präsidium beschäftigte sich weiter mit der Aufforderung des „Akademischen Vereins für jüdische Kulturarbeit in Leipzig", an der dortigen Universität einen Kartellverein zu gründen. Das Projekt erforderte ernstere Beachtung, als es auf den ersten Blick den Anschein hat, weil der Leipziger Verein dem Präsidium in sehr verständiger und ernster Abwägung aller Schwierigkeiten eine bemerkenswerte Darlegung der neuerdings scheinbar nicht ganz ungünstigen Leipziger Verhältnisse unterbreitet hatte. Das Präsidium hatte auch von dem Leipziger Verein und einem Mitglied des Präsidiums des K. Z. V. die übereinstimmende Mitteilung erhalten, daß Herr Rosenbaum (Hasmonaeae) im Auftrage des K. Z. V. in Leipzig bereits Unterhandlungen über Begründung einer Kartellkorporation des K. Z. V. angeknüpft hätte, daß das K. Z. V. nur zurückgetreten wäre, weil der Leipziger Verein die Begründung einer B. J. C.-Korporation für wünschenswerter erachtete, daß aber das K. Z. V. in Leipzig aufmachen würde, wenn der B. J. C. verzichtete. Obwohl ein Teil des Präsidiums dem Projekt von vornherein ablehnend, der andere Teil aber sehr skeptisch gegenübersteht, wird einstimmig beschlossen, — um zugleich einer Höflichkeitspflicht zu genügen — Bbr. Herzberg, entsprechend einer Einladung des Leipziger Vereins, nach Leipzig zu entsenden, um die einschlägigen Verhältnisse zu studieren. Sodann wurden die Berichte der Ressorts erstattet. Die Überweisungen scheinen von den Vereinen angemessen geregelt zu sein.

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