Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 11 (20.2.1911)
- Date
- 1911-02-20
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3537599-3537678-3537689--1775-3539885- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
300 Der jüdische Stüceni, Viit Beginn des \V. S. trafen wir eine Änderungvon einschneidender Bedeutung', indem wir beschlossen, unsern Fahrten - betrieb von dem des J.J. B., mit dem wir ziemlich eng zusammenarbeiteten, zu trennen. Nicht "i-;m letzten der „Gmüatüchkeir halber. Doch siedelten wir mir ihm nach Niederschöneweide über, und auch unsere Winterausbildung erfolgt gemeinsam. Nicht ohne Rührung .verließen wir das, ach so schöne Grünau, in dem wir geboren und aufgewachsen, waren und wo wir uns so großer Sympathie unter den Bürgern (und nicht nur den mannlichen!) erfreuten. Die Winterausbildung erfolgt, wie schon erwähnt, gemeinsam mit dem J. J. B. Wir rudern jeden Donnerstag im Passagebad in Rixdorf. Der letzte Convent brachte folgende Chargenveränderungen: Kretschmer und Jacobi wurden wegen Examensdrang mit Dank dechargiert. An ihre Stelle traten Lipowski und Orkin. Adler wurde Kassenwart. Neu aufgenommen w urden Herzberg, Danziger, F. Rosenblüth, Adler. Im allgemeinen sind die Aussichten für das Sommersemester recht günstige, da die älteren Bbr. Bbr. vermutlich! zum größten Teil schon wieder in der Lage und hoffentlich auch in der Stimmung sein werden, am Ruderleben teilzunehmen. Leider verläßt uns unser lieber Joseph Löwy, der Gründer der R A., dem hiermit nochmals für seine Tätigkeit in der R. A. gedankt sei. Zur vollen Entfaltung unserer erfreulich gewachsenen Kräfte erweist sich unser altes Bootsmateria] als unzureichend. Die Anschaffung eines neuen modernen Vierers (aus Sparsamkettsrücksicnterr-haben wir unsere beiden ersten Boote alt gekauft) erweist sich als unabweisbare Notwendigkeit Wir eröffnen hiermit einen „Viererfonds", zu dem bereits folgende Beträge „eingegangen" sind: Benenson .".....M. 30,00 Adler..........3,00 Auktion auf der Kneipe . , 23,00 M. 56,00 Der Vierer kostet M. 650, —. Wir einen nun nicht etwa alle Bbr. Bbr., die Interesse an der R. A. haben auch die jüdische Zukunft liegt auf oder wenigstens überm Wasser!), selbst Gelder 'zu diesem Viererfonds zu geben, noch c-warten wir, daß Ihr etwa in Bekanntenkreisen datür agitiert. Das alles würde B. J. Oer Gepflogenheiten widersprechen. Wir-geben Euch das vielmehr zur Kenntnis und geben uns nicht der ieisesten Hoffnung hin, etwas von Euch zu bekommen. Ich peinlich habe sogar gewettet, daß. nicht ein Pfennig auf diese j. -Werbung hin einkomi:*en wird.