Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 10 (27.1.1911)
- Date
- 1911-01-27
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Oer jüdische Student.' 205 Blaschke, — dem wahrscheinlich das. Programm unseres Festconventes nicht gefallen hat. Von Zwirns Reden dürfte er aus dem Gemeindewahlkampf noch, genug habem und auch Zlocisü konnte er als Zionisten gekannt haben. Da man sich nicht einigen konnte, 'wurden die abwesenden Aussehussmitglieder uni ihre sciiriftlieheMeinungsäusserung ersucht. — Der Verband war auf unseren Veranstaltungen nicht vertreten, hat auch im übrigen auf unsere Einladung nicht reagiert. o o o Es ist gar nicht ausgeschlosssn. dass auch dies eine Folge -der Breslauer Resolution ist. . . F. R. ■■' es ^- Unsere Festlichkeiten. . . . Saure Wochen, frohe Feste . . <c ,,Der B. J. C. muss zeigen, dass er nicht nur in jüdischgeistiger Beziehung den ersten Platz unter den jüdischen Korporationen Deutschlands einnimmt, sondern auch auf gesellschaftlichem Gebiet. Es wäre bedauerlich, we:m unsere vielgerühmte Disziplin nicht imstande wäre, auch für einen exclusiven Ball das notwendige Niveau zu schaffen". Das ist das. Resume der wochenlangen Diskussionen, die die jungen Berliner Aktiven mit ihren A K. A. tt. und Präsidiumsmitgliedern führten, als. man von einem Ball abriet'1. — Der Ball, der .Clou ^m.sej;es Festes, zu dem man ja schon auf den Ausflügen im Herbst für den ersten Walzer und den Kontre engagiert hatte! ' Der Eifer und. die Zuversicht der jungen siegte, und die ,,Neuner-Kommission'' setzte das Programm fest: Convent, Kommers, Ball. Die Neuner-Kommission, gebildet aas "'Vertretern der 3 Berliner Vereine, war sozusagen das Engere Aktionskomitee. Es teilte sich, in 11 Unterkommissionen und kooptierte zudem brauchbare Bundes-/ brüder. Jede Kommission beriet für sich und hatte - jeden ihrer Entschlüsse in Plenarsitzungen vorzubringen. Und alles wurde , feiner durchdacht, immer wieder .wurden neue und bessere Vorschläge angenommen..- L)ie. picce.. de xcsistance war die Kostenfrage. ,.Wir werden höchstens 3OOO Alk. "brauchen" und — wir haben bei grösster Sj^arsamkeit und bei billigsten Bezugsquellen das anderthalbfach« "h^tig gehabt. Aber der teuer erkaufte. Erfolg war kein Pyrrhussieg. Von Anfang an zwangen wir das Publikum, uns Aufmerksamkeit zu.