Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 9 (18.12.1910)
- Date
- 1910-12-18
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Der -jiVdisehe Studer:t. Unser Konvent sah sieh genötigt dem VtM'larigon des.Semds-: nachzukommen. ' Uober die Form -unsere*'- diesbezügik'hen Schreibens ah die. 3 Stollen schweben noch XVrhandhuigen mit ' dem Universitütsrichier. . ■ - v , : . - ". .. ' . R o:s cii b.a u m.. - -': Zuih llartclltag.' ' , .; üß^chaltetie Rede:eines ÜngGhaTteiicn. . M/mmei11err£0tt s a kral Jetzt läuft mir doch die Galle über!. Ich bin jetzt über drei Jahre Ä. H:. im Golus und " aus dem Leben des V. J. St. heraus. Man wird mir das Zeugnis geben, dass ich bis zuletzt ein guter, ein aktiver V. J. St.'er gewesen bin, "wie jetzt ein aktiver Jude und Zionisf. Und ich habe drei- Jahre lang als V. J. St.'er den Mund gehalten, obwohl mir mancherlei oft contre coeurwar. Auch als die zionistische,. Resolution des letzten o. .K. ' T.'s mich — überraschend traf, hielt ich ingrimmig stilL Ich sagte mir: du gehörst zum alten Eisen; - Die: Jungen, die, die. jetzt darin sind, die geben dem B. J. Cdie Richtung- und die sollen die Zukunft entscheiden. Wenn unter •ihnen, allen sich keiner findet, in dem das Wesen des V. J. . St. so lebendig ist, der genug. Takt und politische Einsicht hat, durch alle Argumentationen der Führenden hindurch die Fremdheit (gegenüber der Idee des B. J. C.) und die Geschick-, und Geschmacklosigkeit der Resolution zu fühlen und gegen sie zu kämpfen, dann kannst du den Dingen ihren Gang nicht ändern. Und ich habe mich nachher gefreut, dass es auch ohne mein Scher!-- lein gegangen hat. Ich bin seit drei Jahren, nicht mehr auf dem Laufenden im B. J. C. Ich kenne die jetzige Generation nur schlecht. Aus dem J. St. lernt man sie nicht kennen. Ich bin vorsichtig im. Urteil und habe viel Glauben an die guten Kräfte im B. J. C. Und so sagte ich mir nach, dem Genuß-mancher Nr. des X St., wenn ich da nicht selten unüberlegte und, was -schlimmer ist, taktlose Vorschläge mit fadenscheinigen, ■ törichten und phrasenhaften. Begründungen lesen mußte: - Der J. St. ist kein Spiegel des B. J, C. Die. „Feinen und Stillen im Lande"- kannstdu nicht hören, und auch die Schriftsteller und Ratgeber darf man nicht nach ihren Erzeugnissen beurteilen. Sie schreiben vielleicht — wie ich meine -.Briefe — wenn .es regnet oder wenn' sie sonst Katzenjammer haben und gerade nichts Besseres anzufangen wissen. Aber nun lese ich, dass Bbr. Klaubers Idee vom V. J.' St. Bonn zum ■ Ahlrag ..erhoben ist, sodass, ein Teil der Zeit des K. T. -tatsächlich für dieseji Antrag in Anspruch genommen "werden wird-..Und ich lese im letzten J. St., dass der Antrag Erieli Cohn .(ohne Bbr. Cohn persönlich zu kennen, mochte ich doch zuerst die Echtheit seiner -Unterschrift bestreiten) von so vielen anderen her> \-'or.j'agendon,Buii(lesbrijdeni unterstütz! wird, - dass ich nicht weiss: Wer bleibt eigentlich noch übrig, um ihn. zu bekämpfen'?'