Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 7 (31.10.1910)
- Date
- 1910-10-31
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Uni Der jüdische Student. Breslau. Die Situation hat sieh wenig geändert. Die jüngeren Leute sind mit Feuereifer und eklatantem Erfolg durch einen regelmassigen Turnspieibetrieb — den wir nunmehr als hervorragend O i o .wertvoll schätzen gelernt haben — auf ihre körperliche Hebung bedacht... Da ein Teilbetrieb noch nicht existiert — die wenigen Breslauer Abiturienten kamen bald ausser Betracht — ist dies die einzige ■Vereinstätigkeit neben dem Feehtbetrieb einiger Leute. —- Mit besonderem Nachdruck möchte ich noch einmal öffentlich brandmarken, dass:'für Alte Herren der Verein in den Ferien nicht.zu existieren scheint; wasum so kläglicher und deprimierender wirkt, wenn man einen Biertisch des 'K: C. .mit einer grossen Zahl jüngerer und älterer A. IL A. IL* zu* sehen Gelegenheit hat. - Man kann wirklich an' dem Glauben verzweifeln, dass die Grundidee, des B. 3. C. dem rein Korporativen gegenüber einebesondere Kraft zur freundschaftlichen Verkettung der Individuen besitzt. * Sonst wäre nur zu erwähnen, dass Bbr. Adler als Förderer auf Grund einer beleidigenden Aeusserung über den B. J. C. gegen Herrn Grünwald GhibeH'iniae (Freiburg) auf Säbel s. s. 60 hängt. 14. X. 10. Blum enthal- Freiburg.' "Die Aufgabe dieses . Monatsberichtes kann, wie der vorhergehenden, nicljt sein, über unser Vereinsleben in den -Ferien zu berichten." Es fehlt dazu an jeglichem Stoff. Ich richte hiermit nur an .die Bundesbrüder, die für das Wintersemester nach Freiburg überwiesen sind, die. Bitte, mir ihre Ankunft rechtzeitig mitzuteilen, . . . - .•Der Beginn des Semesters ist auf 15. .Oktober 2 Uhr, Wiener Cafe, festgesetzt. , ' ■• Von .Interesse wird die Mitteilung sein, -dass unser A. IL Dr. Eschelbacher vor kurzem von Stadt und Bezirk -Freibur«? zum ' . o Rabbiner auf Lebenszeit gewählt wurde und sich durch eine Predigt unl einen öffentlichen Vortrag vorgestellt hat — selbstverständlich auch für uns ein grösser Erfolg und Gewinn.. Die Bundesbrüder werden in uusern Ferienberichten die sich gewohuheitsgeinäss sonst einstellenden Wehklagen und Hilferufe um Subsidien für" das Wintersemester vermissen.- Aber — sollen die Bundesbrüder auf unser Zetern, hören,'-, wenn es schon oben, bei unserm hohen Präsidium, stumm bleibt? * V Es bleibt dem Freiburger Verein, der dem B, J. C. die meisten Füxe gibt,, nichts übrig, als die Resignation. Er wird auch diesmal mit Gottes Hilfe überwintern. . . 1. X. 10.; "; . ■ Dukas. Königsberg. Nunmehr ist auch hier die Gründung eines Turnvereins -erfolgt. Er darf freilich noch nicht offen einen, jüdischen Samen führen,, aber, schon die.'rege Mitarbeit von V. J. St.ern