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Der jüdische Student · 1910-10-31 · Heft 7 (31.10.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 7 (31.10.1910)
Date
1910-10-31
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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ISA ... 1 Der jüdische Student. jüngeres Mitglied und beantragt deshalb gegen ihn eine protokollarische Rüge, die jedoch abgelehnt wird. An die Verlesung des Protokoll* 'knüpft -sich dann eine längere Geschäftsordnungsdebatte wegen einiger■ darin enthaltener Stellen, an -der. sich Friedemann, LoeweinväUl,. Zlocisti' und "Goldberg beteiligen. Die Beratung über diesen Punkt' wird jedoch behufs leichterer Geschäftsführung bis zum Schlüsse der Sitzung verschoben. Es -folct die-Verlesung der. . O . O , O eingelaufenen Briefe. Münk beklagt sich, dass die Vereinigung ihm bei der Wahl eine sowenig -entgegenkommende Haltung gezeigt habe, da sie seine' Bitte, die Wahl, zu -verschieben, nicht -beachtet hatte, während sich Häntke ' in einem Privatbrief lebhaft darüber beklagt, dass er als früherer Vorsitzender nicht , die geringste Nachricht über den Verein erhalte. Infolgedessen wird der Schriftwart beauftragt, -von-jetzt an den auswärtigen Mitgliedern regelmässig Bericht zu erstatten . . '. . (Gleichgültige. Ausführungen sind weggelassen.)- Bei der. nun folgenden Wahl der "Ehrenrichter er- ■ sucht Mayer, der Bitte Münks Gehör zu schenken und zwei Anhänger der Satisfaktion in den Ehrenrat zu wählen. Goldberg, PL Loewe, Karfunkel und Jungmann erklären, die Frage der Satisfaktion sei nicht angängig. Zlocisti . schlägt Münk und R. Loewe.^ vor. Friedemann,. der sich über die' Cliquenwirtschaft im Verein beklagt, Münk und Mayer oder Gittelsohn oder Loewenwald. Bei der Debatte .hierüber erteilt der, Vorsitzende Loewenwald eineprotokollarische Rüge, da er die Ehrenrichter parteiisch;"nennt,-, was mit allen Stimmen gegen . die Stimme Gittelsohns angenommen wird. . Schliesslich bleiben als Kandidaten Münk, Dr. Perlmann und Dr. R. Loewe bestehen. Münk wird mit 11, Dr. R? Loewe mit 10 Stimmen gewählt. Dr. Perlmann erhält 9 Stimmen. In die wissenschaftliche Kommission -'wurden Rapapört und Jungmann mit grosser Majorität gewählt. Da Jungmann jedoch ablehnt,'wird an seine Stelle Madfes per Acclamation gewählt. Der Antrag, die Institution der .Agitationskommission zu beseitigen, wird einstimmig angenommen . ... -[Es folgen Berichte über Kassenangelegenheiten etc.] Der nächste Punkt sind die Wahlen zur akademischen'Lesehalle. Friedemann fragt auf Ehrenwort'" an, wer in der Lesehalle noch nicht Mitglied sei. Es meldet sich Jungmann, der erklärt, er verkaufe seine "Stimme nicht, und sich gegen die Kandidatur Loewenwalds wendet. In äusserst erregter Debatte, an der sich Jungmann, Friedemann, Mayer, Feitelberg, PI. u. R, Loewe beteiligen, wird. Jungmann anheilt]gegeben, sich in die Liste der Wähler einschreiben zu lassen oder die Konsequenzen aus' seinem Verhalten zu ziehen. Nicht minder lebhaft ist che Debatte bei der Frage des Flugblattes.- Während Friedemann beantragt, die Vereinigung solle die prinzipielle-Erlaubnis geben,- ihren-Namen unter das Flugblatt zu setzen, will Peitelbjcrg, dass die Sache der Entscheidung des" Ausschusses überlassen, bleibe. Schliesslich. wird der Antrag Friedemann angenommen. Karfunkel allein stimmt dagegen. Wegen der vorgerückten Zeitwird die . weitere Verhandlung

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