Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 7 (1910-1911)
- Issue
- Heft 6 (21.9.1910)
- Date
- 1910-09-21
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
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162 Der jüdische Student. Scheidung, ob die Vorstaudswahlen auf die .'Tagesordnung-• gesetzt werden sollen, dem l-5eschlits.se des Convonts; er . persönlich werde .ge^en die Vornahme der- Wahl stimmen. Zunächst uimmt Feitelberg hierzu das Wort. Er schlägt vor, die Wahlen zu verschieben, »da wir auf Fried.einann ■ und Münk, von denen der eine ' Mitbegründer, und .der andere „alter. Herr'; sei, Rücksicht nehmen müssten, wogegen Jungmnnn . ausführt, Fr. und _M. seien gar nicht berechtigt, eine solche Rücksicht zu verlangen, zumal sie s e'T b s t sich stets im Interesse der Disziplin cl a g e g e n. ausgesprochen, dass auf einzelne .'Mitglieder . irgend welche Rücksicht genommen werde.- II. Loewe teilt mit. er sei auf" der Ausstellung von einem. Vor ein sb rüde r animiert worden, der Sitzung fernzubleiben, damit event. hierdurch Zlöcistis Wahl zum ersten Vorsitzenden vereitelt werde. .Feitelberg und Perlmann stimmen zwar im Prinzip der Ansicht Jungmanns bei, befürworten aber trotzdem .Aufschub der .'Wahl...- Rapaport protestiert energisch da- .'gegen' mit der Begründung, . d-ass die Vereinsmitglleder es nicht nötig hätten, sich als -Trabanten Friedemaims zu bewegen. Nach langer Debatte wird schliesslich mit 7" gegen 5 Stimmen beschlossen, die Wahlen auf die Tagesorchiimg zu setzen.. Nunmehr folgt Verlesung des ' Protokolls . der letzten Sitzung, das nach einigen kleinen Abänderungen genehmigt wird. Sodann verliest Zlocisti den Ferienbericht, worauf der Ferienkommission, bestehend aus Zlocisti, Feitelberg und Hantke einstimmig De-. Charge erteilt wird. . ' - -. . ' -;. Nächster Pmikt der Tagesordnung: Eingegangene Briefe. Es liegt eine 'Karle von Silberstrom vor,- der um ein Vereinsbild bittet. Es werden die .Eintrittsgesiiche von Gorlin,. -Schlossberg und Jtttkowsky . zur Kenntnis genommen. Bei dieser. Gelegenheit empfiehlt Dr. R. Loewe, zu unseren Feierlichkeiten Spreven nicht mehr einzuladen, da es bei der Antrittskneipe vorgekommen sei,'' dass. ein Spreve für seinen Verein agitiert habe. Sodann verliest Zlocisti die von Bartlewsky eingegangene Rechnung', laut der der Verein ihm 46 M. schuldet; es wird beschlossen, eine spezi-' fizierte Rechnung einzufordern. . "y •- i " - V " Nunmehr folgen die Wahlen, bei denen zunächst Feitelberg das Alierspräsidium übernimmt. Vorgeschlagen werden Zlocisti, Feitelberg, Rapaport. Von 16 abgegebenen Stimmen fallen 3 auf Feitelberg, Ii auf Rapap.ort,- 12 auf ' Zlocisti, . der " jedoch erklärt, .die Wahl nicht 'annehmen "zu Wollen, - ..weil Friedenrann, .der sich über ihn selbst Nichtniitgliedern gegenüber in abfälliger Weise .geäussert. habe, glauben könnte, er. habe die Wahl . nur auf die Tagesordnung gesetzt,- um gewählt ..zu wreraen. Feitelberg weist. Zlocisti darauf hin,1 dass der Verein durch seine .Abstimmung, sein .Urteil über ihn ausgesprochen habe. Nachde^n sodann Rapaport seine Ansteht; geäussert^ dass Zlocisti" die Wahl . abzulehnen nicht" berechtigt sei, und Jungmanii Zlocisti den Vorwurf der Feigheit gegenüber Friedemann mächt, nimmt Zlocisti