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Der jüdische Student · 1910-08-24 · Heft 5 (24.8.1910) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
7 (1910-1911)
Issue
Heft 5 (24.8.1910)
Date
1910-08-24
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Der jüdische Student. doch die Neugrlmdimg. eines * Vereinsetwas . reifrich.er . überlegen und nicht um einiger: FiLxe willen die bestehenden Vereine zugrunde . richten." Im gleichen Sinne hat sieh der V. J. St. Bonn geäussert, im wesentlichen nut derselben Begründung. Er hält es ausserdem für erforderüth,- dass der nächste Karlelliag Kautelen gegen die übereilteV Auflösung, von Vereinen schafft. — Der V. J. St. Freiburg.'«luilt.. die Gründung Heidelbergs für . sehr notwendig,, obwohl der Freiburger. Verein, durch den Heidelberger besonders; im Sommer "sehr einbüssen wird.u •* ~ . .- Das P r ä s 1 d i u m. hält die vorstehend angeführten Argumente gegen die Gründung . eines;V, J. St.-.Heidelberg nicht für stichhaltig. Insbesondere irrt sich Marburg durchaus, wenn es glaubt, durch den Hinweis auf den Kampf, den es gegen die antisemitische ■Studentenschaft führt, seine ..Existenzberechtigung bündig nachweisen zu können. Denn der Wert, eines solchen Kampfes und selbst eines'zeitweiligen-Erfolges in ihm ist ausserordentlich problematisch. Selbstverständlich bedeutet diese Feststellung keinen Vorwurf für den V. J. -St. Marburg, der sich, solange er . besteht, der nun .'einmal durch die besonderen -Verhaltnkse Marburgs gegebenen Aufgabe .nicht entziehen kann und soll. Aber gerade dass dort notwendig die- Bekampiüng des Antisemitismus aus einem schätzenswerten Stimulans zum Lebensinhalt des V. J. St. werden. inuss, spricht gegen das Portbestehen des V. J. St. Marburg.. Und dasselbe gilt von einem anderen Umstände, an dem unsere Marburger Bundesbrüder in gleichem Masse unschuldig sind: es hat sich Herausgestellt, dass das Präsidium (das Marburg weniger als Stiefkind denn als Sorgenkind des B. J,- C. betrachtet!) einfach ■ausser stände " ist, eine hinreichende Anzahl von Bundesbrüdern dazu zu bewegen, dass sie sich nacli Marburg überweisen lassen. Doch eine Auflösung Marburgs kommt natürlich nur dann in Frage, wenn dadurch die Gründung eines V. J. St. Heidelberg ermöglicht wird, über deren Wert man sich einig ist. Leider ist diese Voraussetzung z u r Zeitnicht vorhanden, wie' eine sorcr- - . .- o. . . - o faltige Prüfung aller in Frage kommenden Faktoren, ergeben hat. In erster Reihe scheitert die Gründung jetzt an der brutalen Tatsache, dass nicht 2 oder 3 wirklich geeignete >, Grün derverfügbar sind — zumal auch Raphael Straüs voraussichtlich .Heidelberg verlassen wird. Aber da Aussicht - vorhanden zu sein scheint, dass wir in absehbarer Zeit - auf den Plan in Heidelberg aufzumachen zurückicomrnen können, ist diese Diskussion vielleicht nicht nutzlos gewesen. . Die Redaktion.

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